Heilige Klara von Assisi – 12. August

Klara von Assisi, 1193/94 – 11. August 1253

Klara hatte ihr Leben für Gott mit dem Willen zur Radikalität begonnen. Sie mutete sich selbst soviel zu, dass Franziskus eingriff und dem Eifer ihrer Bußübungen klare Grenzen setzte. Doch sie selber verlangte von ihren Schwestern nicht die gleiche Strenge, mahnte sie vielmehr zur Behutsamkeit bei Bußübungen.

Bis buchstäblich in ihr Sterben hinein hat sie darum gerungen, man möge ihr und ihren Schwestern die franziskanische Regel der Armut zugestehen. Sie konnte zunächst aber nur erreichen, dass sie von Papst Innozenz III. das Privileg der seraphischen Armut erhielt. Sie konnte von niemandem gezwungen werden, Besitzungen anzunehmen.

Von etwa 1224 bis zu ihrem Tod im Jahre 1253 war Klara meist bettlägerig krank. Dennoch leitete sie ihre Schwestern mit mütterlicher Sorge und führte ihr Kloster mit bewundernswerter Energie durch alle Schwierigkeiten hindurch.

Am 9. August 1253, zwei Tage vor ihrem Tod, bestätigte Papst Innozenz IV. endlich die (Klarissen-) Ordensregel der Heiligen; am 10. August hatte sie das Dokument in ihren Händen. Es war die Stunde ihrer größten Freude. Als man sie am 12. August beisetzte, gab man ihr dieses Dokument ihrer unerschütterlichen Armutstreue mit ins Grab als Zeichen ihres größten Sieges.

Heilige Klara, Keuschheit-Gehorsam-Armut
Assisi - Basilika Santa Chiara - Krypta
Assisi – Basilika Santa Chiara – Krypta

 

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