40 Jahre „Freundeskreis Maria Goretti e. V.“ – FMG

Den nachfolgenden Text empfehle ich allen zu lesen, auch wenn er etwas länger ausfällt. – Vielleicht werden Sie danach mit Freuden FMG-Unterstützer.

Aus FMG-Information Nr. 116, August 2016

Es werden in wenigen Wochen 40 Jahre sein, dass der FREUNDESKREIS MARIA GORETTI (FMG) am 13. September 1976 gegründet wurde. Ursache dafür war, dass in den Schulen Bayerns und darüber hinaus in der Folge der 1968er Sexrevolution die sog. „Sexualerziehung“ (SE) eingeführt worden war – völlig neu für die Schule, weil Schamhaftigkeit, Intimsphäre und Würde des Einzelnen bis dahin hoch geschätzt waren. Zunächst geschah dies weithin unbemerkt von den Eltern und der Öffentlichkeit, und wenn man davon hörte, waren viele im guten Glauben, es sei nur „ein wenig Aufklärung“, um den jungen Menschen zu helfen, die erwachende Geschlechtlichkeit im Sinn der Ordnung GOTTES zu bewältigen. Man erkannte nicht, dass eine weltweite Ideologie dahinter stand, die im Lauf dieser Jahrzehnte nun immer totalitärer geworden ist. Die Abwendung gegen die christlichen Wurzeln, ja der Kampf gegen sie, hat auch im Raum der Kirche immer tiefere Einbrüche gebracht.

Anfangs der 1970er Jahre hatte sich eine Gruppierung engagierter Christen zusammengefunden, ein „Kreis katholischer Eltern und Erzieher Regensburg-München“. Daraus erwuchs auch der Gedanke, sich unmittelbar an einer „Schaltstelle“ der Schulpolitik zum Gebet zusammenzufinden. So wird seit dem 19. März 1976 zweimal monatlich stellvertretend vor dem Bayerischen Kultusministerium der Rosenkranz gebetet im Anliegen der reinen, gläubigen Erziehung der jungen Menschen und der Abschaffung der falschen, verführerischen Schul-SE.

Noch früher wurde der hl. Erzengel Michael angerufen, dessen Name die Verteidigung der Rechte GOTTES ausdrückt, er möge die Rechte GOTTES in den Kinderseelen verteidigen und irgendeine Möglichkeit eröffnen, wirkungsvoller zusammenzuarbeiten und Einfluss nehmen zu können. So nahm im Sommer 1976 die Idee Gestalt an, eine sich ganz dem Einsatz gegen Verführung und für die reine Erziehung widmende Vereinigung zu bilden. Auch die Finanzierung für den Anfang wurde ermöglicht – und seither arbeitet der FMG vollkommen auf Spendenbasis. Es war keine große Organisation angestrebt, doch der FMG sollte überregional sein. Dass wir auch über die Landesgrenzen hinaus Freunde gewinnen würden, auch manche aus anderen Konfessionen, hatte sich anfangs nicht absehen lassen.

Der FMG ist von Laien gegründet worden, wenn auch mit priesterlicher Begleitung und späterer Mitarbeit. Dabei war bewusst, dass „alle Gläubigen aufgrund ihrer Taufe und Firmung zum öffentlichen Bekenntnis ihres von GOTT durch die Kirche erhaltenen Glaubens verpflichtet“ und befähigt sind; dass sie ihn „als echte Zeugen CHRISTI verbreiten und verteidigen müssen“ (hl. Papst Johannes Paul II.). Dass diese Tätigkeit aus katholischem Geist, auf dem Boden der katholischen Lehre stehend, geschehen solle, war von Anfang an selbstverständlich und wurde auch in die Vereinssatzung aufgenommen.

Zunächst wurde versucht, über die Schul-SE aufzuklären, Unterstützer zu gewinnen, auf die Verantwortlichen einzuwirken – mit Briefen, Flugblattaktionen, Unterschriftensammlungen,
Informationsabenden etc., ab 1977 schon mit der FMG-INFORMATION, deren erste Nummer noch hektographiert war.

Es blieb nicht aus, dass Entwicklungen in der Kirche, Missbräuche und Irrlehren, die als verkehrt und schädlich erkannt werden und unter denen wir mit vielen Gläubigen zutiefst leiden, in Ehrfurcht vor dem kirchlichen Amt, aber auch in Klarheit genannt werden. Richtschnur ist uns dabei nach bestem Bemühen nicht die eigene Meinung, sondern die beständige katholische Lehre.

Eine besondere Freude und Ermutigung war es, als im Oktober 1979 Kardinal Karol Wojtyla Papst wurde, der uns erst Wochen vorher geschrieben hatte: „Für die mir zugesandte INFORMATION und die guten Worte… danke ich Ihnen von Herzen. Eine große Freude ist mir das Bewusstsein, dass die großen und schwierigen Probleme der Welt von heute in der Gemeinschaft der hl. Kirche tiefes Verständnis finden und treue Verfechter für die Güter des Glaubens und der wahren Sittlichkeit. GOTT segne euer GOTT-gefälliges Wirken.

Zum „Kontra“ gegen Verführung und Sexualisie-rung und gegen die Missachtung des Elternrechts gehört zugleich das „Pro“ für eine Erziehung zu Selbstbeherrschung und Keuschheit. Für das christliche Leben unentbehrlich sind die Gnade GOTTES, das Gebet, und das Vorbild heiligmäßiger Gestalten (wofür unsere Namensgeberin St. Maria Goretti steht). Das hat dann auch zur Verbreitung und Herausgabe von guter, aufbauender, die Reinheit fördernder Literatur und Medien geführt. So wollten und wollen wir mithelfen, die Kinder und Jugendlichen zu stärken, wenn der tiefe Wunsch nach Achtung der Intimsphäre, nach Reinheit und einer christlichen Lebensführung selbst in der Schule schon missachtet wird und Widerstand findet.

Das erste Ziel, die Abschaffung der stimulierenden, unchristlichen Schul-SE zu erreichen, war nicht möglich. Vielmehr wurden von den weltweit mächtigen Organisationen und ihren willentlichen oder getäuschten Nachläufern immer neue Themen und Kampagnen gefunden, um die Sexualisierung weiter voranzutreiben – Kondompropaganda in den Schulen, um – wie man behauptete – ungewollte Schwangerschaften zu verhindern; AIDS-„Aufklärung“, Gleichberechtigung und Feminismus, Homosexualisierung, Gender usw. Dagegen muss weiterhin für die Keuschheit, für Lebensrecht, Elternrecht, Ehe und Familie Zeugnis gegeben werden. Und wir suchen seit Anfang den Eltern, die sich oft ohnmächtig fühlen und wenigstens ihr Kind vor der sittlichen Belastung, der Verletzung ihrer Intimsphäre und der Verführung zu bewahren suchen, ratend und betend zur Seite zu stehen. An Zahl mögen es nicht viele sein, aber jede einzelne Menschenseele ist unendlich kostbar.

Schon zum 25. Jubiläum des FMG heißt es in der FMG-INFORMATION 75 (November 2001): „Der äußere Erfolg ist kein christlicher Maßstab. Wo es um die Anliegen geht, die mit dem Glauben, der geistlichen Einstellung und dem Willen des Menschen zum Guten zu tun haben, müssen wir es im Letzten vertrauensvoll dem HERRN der Ernte überlassen, was aus dem ausgestreuten Samen wird.“ Der hl. Johannes Paul II. hat 1980 im Kölner Dom gesagt: „Die Erkenntnis der Wahrheit trägt ihren Sinn in sich selbst.“ Beitragen-dürfen zur Erkenntnis und zum Bekanntmachen der Wahrheit, ist also ehrenvoller Dienst. Und gerade im Blick etwa auf die NS-Zeit wird deutlich, dass jedes Zeugnis des Widerstands gegen den Abfall eines Volkes von GOTT im Urteil der Geschichte viel wiegt, selbst wenn es im Hinblick auf den erkennbaren Zusammenhang der Geschichtsabläufe ohnmächtig war oder eine Wirkung nicht unmittelbar belegbar ist. Für den Glaubenden wird doch manches an Wirkung spürbar und ist Grund zu notwendiger und freudiger Dankbarkeit.

Dankbar haben wir festgestellt, dass – gegenüber den 70er-, 80er-Jahren, als man dem Wort Keuschheit nur einen verklemmten, veralteten Klang zusprach, und trotz des Einbruchs einer Sexualisierung auch in den Raum der Kirche – von neuen geistlichen Gemeinschaften, von katholischen Internet-Portalen, von Bloggern usw. Keuschheit wieder als kostbarer Wert erkannt und vertreten wird. Dennoch bedrückt es, wenn in der gegenwärtigen, wahrlich berechtigten Kritik gegen Gender-Ideologie, Bildungsplan, „Sexualpädagogik der Vielfalt“ nicht gesehen wird, dass es nicht reicht, nur gegen „Früh-Sexualisierung“ zu sein, und wenn z. B. gegen den Entwurf neuer SE-Richtlinien in Bayern die bisherigen Richtlinien als „bewährt“ gelobt werden. Sie waren und sind keineswegs gut, auch wenn mit der Sturzflut von Gender auch in Bayern eine noch schlimmere zerstörerische Ideologisierung hereinbricht.

40 Jahre FMG. Wir sind dankbar für alle, die das durch Ihre Spenden, Ihr Gebet, Ihre Unterstützung das Wirken des FMG möglich gemacht haben und machen, dankbar für alle, die immer wieder Zeit opferten und opfern, um (früher) bei Flugblattaktionen und all die Jahre beim Versenden der Schriften und besonders den großen Versandarbeiten der FMG-INFORMATION usw. sich einzusetzen. GOTT vergelte es! Der hl. Erzengel Michael, Schirmherr der Kirche, sei weiter machtvoller Helfer und Verteidiger.

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Ihr betendes Mittragen
Ihr FREUNDESKREIS MARIA GORETTI e. V. München

Besuchen Sie die Webseite:
http://www.freundeskreis-maria-goretti.de/

FMG 116

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