Die Sprache des Gottesdienstes

Die lateinische Sprache ist ein besonderes Merkmal des klassischen römischen Ritus. Vielen Katholiken ist sie nach dem II. Vatikanischen Konzil fremd geworden, obwohl die Konzilsväter ihren Erhalt ausdrücklich gewünscht haben. Dabei fehlt es zumeist am Verständnis für den tieferen Sinn und den symbolischen Wert dieser Sprache. Sollte man nicht annehmen, dass die Kirche gute Gründe hatte, jahrhundertelang daran festzuhalten? Schließlich hat die lateinische Sprache den großen Vorzug der Zeitlosigkeit, denn zumindest in ihrem liturgischen Gebrauch ist sie vollendet und ausgereift, wohingegen die modernen Sprachen einem beständigen Wandel unterliegen. Der Gottesdienst nach dem Messbuch von 1970 wird überwiegend in den Landessprachen gehalten, obwohl auch hier die lateinische Sprache möglich wäre.

– die Vorteile der lateinischen Sprache:

• In ihrer Originalität führt sie direkt zu den Quellen: Noch heute benutzen wir genau dieselben Texte, mit denen die ersten römischen Päpste und die Heiligen aller Jahrhunderte gebetet haben. Wir singen noch immer dieselben Melodien, die der hl. Papst Gregor der Grosse [† 604] gesammelt und aufgezeichnet hat.

• Aufgrund ihrer Unveränderlichkeit und Präzision ist die lateinische Sprache bestens geeignet, im kultischen Vollzug die ewigen und unveränderlichen Wahrheiten des katholischen Glaubens auszudrücken.

• Sie ist von zeitloser Schönheit und gleicht einer romanischen Klosteranlage, die in edler Schlichtheit dem ästhetischen Empfinden jeder Zeit und aller Menschen gerecht wird. Ganz anders ist es hingegen mit gewissen Erzeugnissen einer modernen Architektur, die man oft schon nach wenigen Jahren nicht mehr anschauen mag.

Schließlich sei noch darauf hingewiesen, dass es ein großes Verdienst der vorkonziliaren liturgischen Bewegung war, durch die Verbreitung lateinisch/deutscher Volksmessbücher den Gläubigen einen direkten Zugang zu den Reichtümern der liturgischen Texte zu eröffnen. Wer seinen Schott gut zu gebrauchen weiß, dem bleibt die lateinische Kultsprache nicht fremd. Vielmehr wird gerade sie ihm helfen, in die Tiefe zu gehen, und gleich dem Hausvater, „der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt” (Mt 13,52), in der Liturgie reichlich Nahrung zu finden für sein geistliches Leben.“3)

Quelle : http://www.messopfer.de

Der alte Schott und das neue Volksmissale

Schott-Messbuch. Lateinisch-Deutsch.
Schott-Messbuch.
Lateinisch-Deutsch.
Volksmissale - Hrg. Petrusbruderschaft 2015 Lateinisch-Deutsch
Volksmissale – Hrg. Petrusbruderschaft 2015
Lateinisch-Deutsch

 

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