Ein papst- und glaubenstreuer Papst

Ich gelobe (Der Krönungseid des Papstes) …
-nichts an der Überlieferung, nichts an dem, was ich von meinen gottgefälligen Vorgängern bewahrt vorgefunden habe, zu schmälern, zu ändern, oder darin irgendeine Neuerung zuzulassen;
-vielmehr mit glühender Hingabe als ihr wahrhaft treuer Schüler und Nachfolger mit meiner ganzen Kraft und Anstrengung das überlieferte Gut ehrfurchtsvoll zu bewahren;
-alles, was in Widerspruch zu der kanonischen Ordnung auftauchen mag, zu reinigen;
-die heiligen Canones und Verordnungen unserer Päpste gleichwie göttliche Aufträge des Himmels zu hüten, da ich mir bewußt bin, Dir, Dessen Platz ich durch göttliche Gnade einnehme, Dessen Stellvertretung ich mit Deiner Unterstützung innehabe, strengste Rechenschaft über alles, was ich bekenne, im göttlichen Gericht ablegen zu müssen.
-Wenn ich es unternehmen sollte, in irgendetwas nach anderem Sinn zu handeln, oder zulassen sollte, daß es unternommen wird, so wirst Du mir an jenem furchtbaren Tag des göttlichen Gerichts nicht gnädig sein.

Daher unterwerfen Wir auch dem Ausschluß des strengsten Bannes: wer es wagen sollte – seien es Wir selbst, sei es ein anderer – irgendetwas Neues im Widerspruch zu dieser so beschaffenen evangelischen Überlieferung und der Reinheit des orthodoxen Glaubens und der christlichen Religion zu unternehmen, oder durch seine widrigen Anstrengungen danach trachten sollte, irgendetwas zu ändern oder von der Reinheit des Glaubens zu unterschlagen oder jenen zuzustimmen, die solch lästerliches Wagnis unternehmen.

(Liber Diurnus Romanorum Pontificum, vgl. Migne, PatrologiaLatina, S. 105,40-44); Übersetzung (von Dr. Werner Hensellek, Wien): Dieser Krönungseid wurde von den letzten Päpsten nicht mehr abgelegt.

Das I. Vatikanische Konzil (1869/70) über die Unfehlbarkeit des Papstes:
Neque enim Patri successoribus Spiritus Sanctus promissus est, ut eo revelante novam doctrinam patefecerent, sed ut, eo assistente, traditam per Apostolos revelationem seu fidei depositum sancte custodirent et fideliter exponerent.
(Vaticanum I, Pastor aeternus IV, vgl. DH3070).

Den Nachfolgern des Petrus wurde der Heilige Geist nämlich nicht dazu verheißen, daß sie durch seine Offenbarung eine neue Lehre ans Licht bringen, sondern damit sie mit seinem Beistand die durch die Apostel überlieferte Offenbarung bzw. die Hinterlassenschaft des Glaubens heilig bewahren und getreu auslegen.

(aus St. Athanasius Bote 29, 2016)

 

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