Für Kloster und Mönche von Mariawald beten

(Stand 28.10.2016)

Unter dem Datum vom 25. Oktober 2016 gibt der Abt der Trappistenabtei Mariawald Josef Vollberg OCSO, bekannt, dass er zurückgetreten sei und der Generalabt des Ordens seinen Rücktritt zum 1. Adventsonntag angenommen habe; gleichzeitig sei seine Einsetzung zum Prior durch den Immediaten erfolgt. Ebenso kündigt er weiter Änderungen an, was aber nicht weiter ausgeführt wird. – Siehe Link: www.kloster-mariawald.de

Viele Gerüchte umgeben seit Jahren das Kloster Mariawald in der Eifel. Sein Niedergang wurde schon vielfach beschworen. Nicht zuletzt durch einen Prozess der „Rückkehr“ des Klosters zu den alten Gebräuchen des Trappistenordens, die Abt Josef im Jahre 2008 nach einem Gespräch mit Papst Benedikt XVI. und dessen ausdrücklichen Befürwortung einleitete, ist Mariawald zu einem Begriff des Spottes und der Verachtung, für viele auch ein Ort der Hoffnung, aber auch mancherlei Bewunderung geworden. Nach den aktuellen Ereignissen vernehmen wir Regungen der Enttäuschung und hören jene, die es schon immer besser gewusst haben, dass nämlich 2008 ein falscher Weg eingeschlagen worden sei.

All jenen, die nun wieder schlau und besserwisserisch ihre Kommentare abgeben und in vielerlei Foren und Kommentarspalten ihre Häme ausschütten, geht es wie jenen, die, als sie hörten, ein Trappist schlafe im eigenen Sarg, dies wirklich glaubten und weiter kolportierten; aber sie sind in Wahrheit unwissend. Diese Unwissenheit ist gerade in unserer heutigen Zeit Grund für allerlei Probleme und Missstände. Dieses Halbwissen, das ich als verderbliches Unwissen bezeichne, verdirbt die einen und verunglimpft die anderen.

Was aber allen Genannten nicht abzusprechen ist, ist ihr Interesse und ihre Anteilnahme an der Entwicklung und dem Fortgang in dem Trappistenkloster Mariawald.

Deswegen appelliere ich an jene, die meinen, in irgendeiner Weise Mariawald beurteilen oder verhöhnen zu können. Abt Josef Vollberg hat mit seinem Schritt, den oben einzusehenden Brief zu veröffentlichen, versuchen wollen, einer wahrlich üblen Gerüchteküche ein Ende zu setzen. Dass die angekündigten Entscheidungen nicht von allen verstanden werden können, liegt in der der Natur der Sache. Alle Interessierten sollten sich gedulden. Sicherlich wird Dom Josef Vollberg zu einem Zeitpunkt, den er für geeignet hält, Stellung nehmen zu jenen Punkten, die für die meisten noch unverständig sind.

Das Beste, was wir – Sie alle und ich – für Kloster Mariawald tun können, ist, es der Gottesmutter zu empfehlen.

Gnadenbild von Mariawald Chor der Abteikirche
Gnadenbild von Mariawald
Chor der Abteikirche

Sub tuum praesidium confugimus,
Sancta Dei Genitrix.
Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus nostris.
Sed a periculis cunctis, libera nos semper.
Virgo gloriosa et benedicta.
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Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir,
heilige Gottesgebärerin.
Verschmähe nicht unser Gebet in unsern Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren,
Du glorreiche und gebenedeite Jungfrau.

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4 Kommentare zu „Für Kloster und Mönche von Mariawald beten

  1. Es ist schon eine traurige Geschichte rund um diese Abtei. Das Vorhaben von Dom Josef war mutig und eigentlich auch vielversprechend, schließlich führt der Weg einer wahren Erneuerung der Kirche und eines Klosters nur hin zu den (liturgischen) Quellen. Ein Jammer, dass der Konvent letztlich so tief gespalten und zerrissen war, dass das wohl unmöglich wurde. Auch ich habe sehr lange mit einem Eintritt gerungen, bin aber letztlich abgesprungen, was wohl auch die „richtige“ Entscheidung war.
    Aber Sie haben völlig Recht: Beten wir für die Abtei und für die verbliebenen Mönche von Mariawald.

    In Christo

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    1. Danke für Ihren wertvollen Kommentar. Es ist in dieser Situation wirklich besser zu beten als zu reden. Das tun andere zur Genüge. Trappist zu werden ist, mehr noch als in ein anderes Kloster einzutreten, eine Frage der Berufung. Seit über 40 Jahren ist dies ein großes Problem für Mariawald; nicht erst seit Dom Josef. Im Übrigen ist er seit den 70er Jahren der einzige Mönch, der dort eingetreten ist und bis heute geblieben ist. Seine Mitbrüder, die nach ihm gekommen und geblieben sind, kamen alle aus anderen Klöstern. Beten Sie also!

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