Stets bereit sein, zu leben ebenso wie zu sterben

Gertrud von Helfta, auch Gertrud die Große – 16. November

In einer Nacht begegnete Gertrud auf vielfache Weise zärtlich dem Herrn. Unter anderem fragte sie ihn, woher das käme, dass sie trotz ihrer langwierigen Krankheit überhaupt keinen Wunsch hatte zu wissen, ob diese Krankheit durch den Tod oder die Gesundheit beendet würde. Vielmehr war sie für Tod und Leben in gleicher Weise bereit.

Da antwortete der Herr:
„Wenn der Bräutigam seine Braut in einen Rosengarten führt, wo sie Rosenblüten sammeln kann, um sich einen Kranz zu flechten, freut sich die Braut so sehr am beglückenden Geplauder mit dem Bräutigam, dass sie niemals fragt, welche Rose der Bräutigam gerne pflücken wollte. Nein, wenn sie zum Rosengarten gelangt sind, dann flicht die Braut ohne eigene Stellungnahme in beschwingter Bereitwilligkeit alle Rosen ein, die der Bräutigam gepflückt und ihr zur Einfügung in den Kranz gereicht hat. Ebenso freut sich die treue Seele, deren größtes Glück mein Wille ist, an ihm wie an einem Rosengarten. Sicherlich ist sie darum ebenso dafür bereit, wenn es mir gefällt, ihr die Gesundheit zurückzugeben, wie das gegenwärtige Leben zu beenden, denn sie überlässt sich in vollem Vertrauen meiner väterlichen Sorge.“

Aus: Gertrud von Helfta. Botschaft von Gottes Güte. Be&Be.
56. Kap. – Gertruds Bereitschaft, zu leben ebenso wie zu sterben.

siehe Band 1: Buch 1 und 2  – – –  siehe Band 2: Buch 3

st-gertrude-stain-glass

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s