LIBER EVANGELIORUM – Die Buchmalerei der Beuroner Kunstschule (2/2)

Durch die Veröffentlichung der Publikation LIBER EVANGELIORUM wird eine möglichst breite, sowohl tschechische wie auch deutsche, Öffentlichkeit mit der Beuroner Kunst bekannt gemacht. Dadurch sollen der Schutz und die Erhaltung dieses weltweit einzigartigen Kulturdenkmals gewährleistet werden: des Klosters St. Gabriel in Prag-Smíchov, welches  z.Zt. zum Verkauf angeboten wird.

Die enge Kooperation des ehemaligen Prager St. Gabriel-Konvents mit dem Kloster St. Martin in Beuron (ab 1880 im Kloster Emaus in Prag) wurde wiederbelebt durch die Zusammenarbeit der Autoren (P. Augustinus Gröger OSB aus dem Beuroner Konvent und des Prager Teams von Hana Navrátilová, Miroslav Kunštát und Monica Bubna-Litic (auch Editorin) an der deutsch-tschechischen Ausgabe.

Die vielen lateinischen Inschriften und Texte der LIBER EVANGELIORUM (Buch der Evangelien), entstanden zwischen 1904 und 1912) wurden übersetzt und dazu erläuternde Kommentare verfasst. Das Original im A3-Format beinhaltet  Miniaturen auf 56 Pergamentblättern, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von den Prager Benediktinerinnen des Klosters St. Gabriel mit Blattgold gemalt wurden.

Die Äbtissin Hildegard Altmann OSB des St. Gabriel Klosters in Österreich (wohin 1919 das Konvent übersiedelte) gab im Jahr 2012 der Prager Gesellschaft der Freunde der Beuroner Kunst (Mitherausgeber) die Erlaubnis, das Evangelistar (nur Auszüge aus den Evangelien) als eine repräsentative Fachpublikation herauszugeben.

Zwei Fotografen, Absolventen der Kunstakademie in Prag (Michal Šeba und Martin Chum) haben im Diözesanmuseum Graz (wo sich heute das Evangelistar befindet) neue qualitativ hochwertige Fotos erstellt. An der graphischen Gestaltung arbeitete der renommierte tschechische Graphiker Prof. Zdeněk Ziegler zusammen mit Jan Bouček. Die Seiten des Evangelistars wurden im Flyerdruck 5/5 (CMYK + Gold) reproduziert.
[vgl. HIER ]

Der sogenannte Beuroner Stil ist benannt nach dem gleichnamigen schwäbischen Kloster bei Sigmaringen im oberen Donautal, wo er Ende des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Neben Beuron und Monte Cassino gilt Prag als eines der wichtigsten Zentren der Beuroner Kunst. Benediktinermönche brachten den Beuroner Stil nach Prag, als sie im Stadtteil Smíchov ihre Klosterkirche St. Gabriel bauten. Sie gilt als eine der wertvollsten Sehenswürdigkeiten Europas, die in diesem Stil in gestaltet wurden.

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Die erste Ausstellung zu diesem Kunststil hat im Benediktinerkloster Emmaus stattgefunden. Zu dem Anlass wurde von Radio-Prag ein Gespräch mit der Vorsitzenden des Prager Fördervereins für Beuroner Kunst, Monica Bubna-Litic ausgestrahlt, der Mitherausgeberin des LIBER EVANGELIORUM. Das in deutscher Sprache geführte Gespräch kann hier anhört werden:http://www.podcast.de/episode/243947747/Beuroner+Kunst+im+Kloster+Emmaus/

Durch diesen LINK gelangt man zu einem Video mit einer Führung durch die Kirche Mariä Verkündigung im Kloster St. Gabriel in Prag.

Die Buchbesprechung – xxxx

Siehe auch:
http://erzabtei-beuron.de/
http://www.emauzy.cz

 

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