Erstkommunion – Was der Pfarrer nicht zu sagen wußte!

Was der Herr Pfarrer (siehe gestern) nicht auszudrücken in der Lage war, ist eigentlich nicht so schwierig. Man muß nur wissen, was die Kirche über den wahren katholischen Glauben lehrt. Dann verstehen nicht nur die Kommunionkinder, was der Empfang der ersten heiligen Kommunion bedeutet, sondern auch deren Eltern, die ja leider auch allzu oft viel zu wenig vom Glauben wissen und kennen.

So fragen wir zunächst: Was ist die heilige Messe? Die Heilige Messe ist das Kreuzesopfer Christi. Sie ist und bleibt das höchste und größte Opfer. Alles andere, was wir Menschen opfern und Gott schenken, ist viel, viel geringer. Die heilige Messe ist deswegen das größte Opfer, weil es das gleiche Opfer ist wie das Kreuzesopfer: Am Kreuz opfert Jesus; am Altar opfert auch Jesus; – aber er wird hier durch den Priester vertreten. Am Kreuz schenkt Jesus seinen Leib und sein Blut dem himmlischen Vater; auf dem Altar schenkt er auch seinen Leib und sein Blut, – aber unter den Gestalten von Brot und Wein an die Gläubigen.

Bei der Opferung der Heiligen Messe opfert der Priester Brot und Wein dem himmlischen Vater auf. Das Brot, das der Priester opfert, nennt man Hostie. Hostien bestehen lediglich aus Weizenmehl und Wasser. Den Wein opfert der Priester in einem Kelch. – Auch die Gläubigen können und sollen mit dem Brot und Wein die eigenen Freuden und Leiden Gott schenken und aufopfern.

Bei der Wandlung verwandelt der Priester Brot und Wein in den Leib und das Blut Jesu. Durch die Verwandlung ändern sich nicht die Gestalten des Brotes und des Weines; das heißt, Brot (die Hostien) und Wein sehen nach der Wandlung genauso aus wie vorher. Nach der Verwandlung ist in der heiligen Hostie Jesus gegenwärtig mit Fleisch und Blut als Gott und Mensch. Als Jesus auf Erden lebte, hatte er einen Leib wie wir Menschen. Er hatte die Gestalt der Menschen. In der Hostie ist der gleiche Jesus gegenwärtig, aber er hat die Gestalt von Brot und Wein. Diese verwandelten Hostien nennt die Kirche auch: die Seelenspeise.

Bei der Wandlung knien wir uns nieder.
Wir blicken auf die durch den Priester erhobene heilige Hostie und beten: Jesus, Dir leb‘ ich. – Jesus, Dir sterb‘ ich. – Jesus, Dein bin ich im Leben und im Tod.
Wir bedenken daran: O Jesus, ich glaube, daß Du im Allerheiligsten Sakramente des Altares zugegen bist, und bete Dich an.
Bei der Erhebung des Kelches blicken wir wiederum zum Priester und auf den Kelch und beten: Jesus, Dir leb‘ ich. – Jesus, Dir sterb‘ ich. – Jesus, Dein bin ich im Leben und im Tod.
(Man kann auch etwas anderes beten, etwa: Jesus, sei mir gnädig. – Jesus, sei mir barmherzig. – Jesus, verzeih mir meine Sünden. Amen.)

Bei der Kommunion empfängt zunächst der Priester den Leib und das Blut Christi, bevor die Altardiener die Kommunion empfangen und ihnen folgend an der Kommunionbank die Gläubigen. Bei der Kommunion können und sollen, wenn möglich, alle Anwesenden die heilige Kommunion empfangen, wenn sie frei von schwerer Sünde sind.
Wer nicht zur heiligen Kommunion gehen kann, der bete (z. B.): O guter Jesus! Ich liebe dich von ganzen Herzen. Ich sehne mich danach, dich im heiligsten Sakramente zu empfangen. Komm, o Jesus, und mach mich rein! Komm, o Jesus, und mach mich heilig! Du allein kannst es, du lieber, gnadenreicher Heiland. Herr erbarme Dich!

Weil das Allerheiligste Altarssakrament auf dem Altar zubereitet und aufbewahrt wird, heißt es Allerheiligstes Sakrament des Altares. Der sogenannte Speisekelch, in dem die verwandelten Hostien aufbewahrt werden, wird stets im verschlossenen Tabernakel deponiert. Tabernakel heißt Zelt oder Haus, weil es die Wohnung Jesu Christi im Allerheiligsten Sakrament des Altares ist.

Vor dem Tabernakel brennt das Ewige Licht. Es brennt Tag und Nacht. – Wir sollten so oft es uns möglich ist, z. B. wenn wir in der Nähe einer Kirche sind, uns ein wenig Zeit nehmen und in die Kirche hineingehen um Jesus, dem lieben Heiland, im Tabernakel zu besuchen und ihn anzubeten. Bleiben wir also vor dem Tabernakel knien und beten wir an.

Weißt du auch dies?
Beim Eintritt in die Kirche nimm Weihwasser und segne dich: Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist mögen mein Herz reinigen! Vor dem Tabernakel mach eine Kniebeuge und begrüße Jesus: Jesus, Dir leb‘ ich.

Erzähle Jesus, wie lieb du Ihn hast; erzähle Ihm, was dich freut und was dich betrübt. Du kannst auch Schweigen und ganz einfach Jesus Christus anschauen.

Bevor du die Kirche wieder verläßt, mache eine Kniebeuge und bete: Jesus, sei mir gnädig! Beim Weihwassernehmen und segnen sage: Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist sollen immer bei mir bleiben und mich behüten!

Es ist doch garnicht so schwer.

 

Advertisements

Ein Kommentar zu „Erstkommunion – Was der Pfarrer nicht zu sagen wußte!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s