Fatima sagt: Die Hölle existiert!

Die Pein: sie ‚lässt nicht nach und nimmt kein Ende‘. […]
Das Entsetzen: es erfasst nicht nur das Denken, sondern den ganzen Menschen, der bis in die Tiefe erschüttert wird. […]
Das Ziel: es ist ausschließlich übernatürlich. […]“

„Wenn auch die Höllenschau in der Heiligen Schrift und in der Tradition fest verankert ist, bleiben doch Fragen offen. Fragen, die umso schwerer wiegen, da sie unsere Zukunft unmittelbar betreffen, eine Zukunft, die uns oft schneller näher rückt als wir ahnen. Die Fragen drehen sich um einige große Achsen: existiert die Hölle wirklich oder sollte man darin eine Art Allegorie sehen, die ein moralisierendes und erzieherisches Ziel hat? Wenn sie existiert, wie kann man sie verstehen und wie kann man sich erklären, dass Gott solche Strafen erfindet? Wenn sie wenigstens nicht belegt wäre, geschweige überfüllt, sondern leer! Wenn sie aber belegt ist, verschlingt sie dann allein die Seele oder auch den Körper? Schließlich, ist sie ewig oder gibt es, wenn auch in weit entfernten Zeihen, ein Ende für sie?“

„Um dieses Rätsel zu aufzulösen, sei es aus historischer oder theologischer Perspektive, braucht man einen langen Atem. Das Ziel ist hier ein anderes:

Wir wollen nachvollziehen, wie die Hirtenkinder nach der Höllenschau diese verschiedenen Fragen angehen. Nach der Vision sagt ihnen Unsere Liebe Frau nicht: ihr habt eine Bild oder eine Allegorie der Hölle gesehen. Im Gegenteil spricht sie sehr direkt ohne Umschweife und ohne Euphemismen:
‚Ihr habt die Hölle gesehen.‘

Die Worte kommen von Unserer Lieben Frau selbst. Von ihr, das wissen sie aus ihrer Erfahrung, kommt nicht Falsches, kommt immer die absolute Wahrheit, sei sie geheimnisvoll oder prophetisch, vorteilhaft oder fordernd, sei sie verwirrend. So wie die kleinen Hirten niemals daran gezweifelt haben, dass die Dame, die zu ihnen spricht, eine wirkliche, leibhaftige Person ist, so kam ihnen niemals in den Sinn, die Realität der Hölle zu bezweifeln. Der Beweis ihrer Existenz war überzeugend – eine Allegorie lässt einen nicht zittern, stößt keine Schreie aus, stöhnt nicht vor Schmerzen – und das Erschrecken konnte man nach der Vision von Gesicht und Augen ablesen.

Man muss anmerken, dass die ihnen eigene Überzeugung von der Realität der Hölle in völliger Übereinstimmung mit der Lehre Jesu, mit der Apokalypse, mit den Kirchenvätern, den Konzilen, den Heiligen und dem Katechismus der katholischen Kirche steht. […]

Denken wir an die starke Erwiderung P. Pios: einem Atheisten, der ihm gesteht, dass er nicht an die Hölle glaubt, antwortet er: ‚Du wirst daran glauben!‘

Kardinal Albino Luciani schreibt im Juli 1977, im Jahr, bevor er Papst Johannes Paul I. wurde: ‚Die Hölle existiert, man kann hineinkommen‘.[…]

Die kleinen Hirten glauben an die Existenz der Hölle, sie stellen sich andere Fragen, wie die von Jacinta: ‚Was ist die Hölle?‘ Lucia tut ihr Bestes: ‚Das dort, wohin die Sünder gehen‘[…]. Eine feinsinnige Antwort, die an die Aussage Unserer Lieben Frau anschließt: ‚Ihr habt die Hölle gesehen, in die die Seelen der armen Sünder gehen‘.[…]“

[…] „Woher stammt die Hölle, in der sich Dämonen und Seelen befinden? Woher kommen die Flammen, die sei lebendig verzehren? […]

‚Sie trieben im Feuer dahin, emporgeworfen von den Flammen, die aus ihnen selber hervorbrachen.‘ […]“

„Was also tritt aus den Dämonen mit den abschreckenden Gestalten und den vor Verzweiflung stöhnenden Seelen heraus? Jesus sagt es mit Bezug auf Menschen:
Was aus dem Menschen kommt, macht ihn unrein. Denn von innen, aus dem Menschen, kommen die bösen Gedanken: Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein‘ (Mk 7, 20-23). Mit anderen Worten, das, was den Seelen entspringt, kommt aus ihrem eigenen Tiefsten: ihre Sünden mit allem, was unaufhörlich daraus entspringt und sich daran kettet. Das ist der wahre Ursprung der Hölle: die Sünde. Aus ihr wird die Hölle geboren und sie macht die Hölle aus. Bevor das Feuer sich verbreitet ist es im Inneren, und es wird weiterhin durch das Innere genährt.

In ihrem ganzen Leben als Karmelitin hat Schwester Lucia nicht anders darüber gedacht als im Jahr 1992: ‚Die Hölle ist Wirklichkeit‘[…].“

(Vgl.: Jean-François de Louvencourt. Francisco und Jacinta. S. 167f)

Siehe auch: Fatima ist: Liebe zur Reinheit

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