Fatima bedeutet: Trösten

Welches Vertrauen hat Gott doch in die Menschen! Und welche Größe für den Menschen, dass er Gott trösten kann! Welche Größe haben doch Francisco und Jacinta, alles ins Werk gesetzt zu haben, um ihn zu trösten!

Unsere Liebe Frau war traurig, weil die Menschen böse sind, aber ich will sie trösten“. Francisco … macht daraus das Ziel seines Lebens.

Jacinta ihrerseits will … die anderen dazu bewegen, sich Gott zuzuwenden.

Lucia: „Während Jacinta nur mit dem Gedanken beschäftigt zu sein schien, Sünder zu bekehren und Seelen vor der Hölle zu bewahren, dachte er nur daran, Unseren Herrn und Unsere Liebe Frau zu trösten, die ihm so traurig zu sein schienen“.

Francisco, sehr schnell bewusst, dass er das Leitmotiv seines Lebens gefunden hat, wie er es Lucia schildert an jenem Tag, als sie ihn fragt, ob er lieber Gott trösten oder die Sünder bekehren will:
„Ich tröste lieber den Heiland. Hast du nicht gemerkt, wie Unsere Liebe Frau letzten Monat so traurig wurde, als sie sagte, daß die Menschen den Herrgott nicht mehr beleidigen sollen, der schon so sehr beleidigt wurde? Ich möchte den Heiland trösten und dann die Sünder bekehren, damit sie Ihn nicht mehr beleidigen“.

Um Gott zu trösten, greift Francisco auf alle Mittel zurück, die ihm zur Verfügung stehen, Mittel, die er mit seiner Schwester gemeinsam hat und Mittel, die ihn zu eigen sind. Da wir die ersteren kennen, wird eine einfache Anspielung reichen.

Zunächst das Gebet. Denn Francisco hält sich gerne beiseite um zu beten, und als seine Cousine sich darüber erstaunt, sagt er ihr den Grund: „Ich bete lieber allein, um nachzudenken und unseren Herrn zu trösten, der so traurig ist“.

Dann sind da die Opfer, wie die Ärgernisse und die Leiden, denen er begegnet. Die Gelegenheiten sind so zahlreich, sowohl zu normales Zeiten wie auch in Zeiten der Prüfung oder der Krankheit, dass es an Beispielen nicht mangelt. Wir wollen nur eines festhalten, das aus der letzten Periode seines Lebens stammt, als er sich schon sehr schlecht fühlte. Als Lucia ihn fragt, ob er sehr leide, antwortet er mit der ihm eigenen Offenheit: „Ziemlich! Aber was macht das schon aus! Ich leide, um Unseren Herrn zu trösten“.

Weil ja die Traurigkeit Gottes von der Sünde kommt, besteht ein anderes Mittel, Gott zu trösten, darin, selbst die Sünde zu meiden. Francisco unternahm große Anstrengungen ohne Nachsicht gegen sich selbst und ohne Kompromiß im Hinblick auf jede Art von Unvollkommenheit. Er machte niemals einen Schritt zurück und floh auch die geringste Unvollkommenheit.

Um sein Ideal zu erreichen, sucht Francisco Umstände, von denen er weiß, dass sie Gott angenehm sind, und sondert sich ab, ganz allein mit ihm, in der Stille, vorzugsweise auf einen erhöhten Felsen und in die Natur zurückgezogen. Dort ist er seit dem Morgen, als die Stunde des Mittagessens naht. Seine Cousine und seine Schwester rufen ihn. Anstatt nun herabzusteigen, um sich mit ihnen zu stärken, fordert er sie auf, herauszukommen und auf seinem Felsen zu beten, auf den alle drei zusammen nur passen, wenn sie sich eng aneinander kauern. Als sie oben auf dem Felsen ankommt, fragt Lucia ihn, was er denn seit so langer Zeit mache:

„Ich denke an Gott, der so traurig ist wegen der vielen Sünden. Ah! Wenn ich nur fähig wäre, ihm Freude zu machen!“

Diese Sehnsucht, die ihn durchdringt, Gott zu trösten, indem er ihm Freude macht, ist so tief in seinem Herzen eines Kontemplativen verankert, dass sie ihn nicht mehr verläßt, sei es auf seinem Felsen, im täglichen Leben, in Anwesenheit des verborgenen Jesus oder auf seinem Krankenbett. Er ist fest entschlossen, selbst nach seinem Tod, wenn er im Himmeln ist, seine Aufgabe als Tröster weiter zu erfüllen.

Es „geht nicht mehr lange, dann komme ich in den Himmel. Dort werde ich den Heiland und die Gottesmutter sehr trösten“.

(Vgl.: Jean-François de Louvencourt. Francisco und Jacinta. S. 353f)

Siehe auch: Fatima ist: Liebe zur Reinheit
Fatima sagt: Die Hölle existiert!

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