Die Aufgabe der Mönche

Das zentrale Dogma unserer Religion ist die Eucharistie;
sie muß Mönche haben,
die sich der Anbetung weihen.
Christus lebt und ist in der Eucharistie gegenwärtig.
Braucht dieser unter uns lebende göttliche König
etwa keinen Hofstaat, der ihn anbetet?
Wir singen mit unserem ganzen Sein,
wir beten mit ganzem Herzen,
denn unser Gesang richtet sich an denjenigen,
den wir lieben.
Die Messe ist das größte Ereignis, das sich auf Erden vollziehen kann.
Und dann gibt es noch das Geheimnis der Kommunion:
Gott, die unendliche Liebe,
kommt und flößt mir sein eigenes Leben ein.
Da wir von den Gnadengaben der Kommunion leben,
wollen wir deren Wohltaten durch ein
freudig entsagungsvolles Leben
zusammen mit dem gekreuzigten Gott
über die ganze Menschheit ausgießen.

Dom Jean-Baptiste Chautard

Dom Jean-Baptiste Chautard (1858-1935) wurde mit 19 Jahren Mönch in der französischen Trappisten-Abtei Aiguebelle (Provence). Er gehörte 1898 zu den Wiederherstellern des in der französischen Revolution untergegangenen
Mutterklosters Citeaux (Burgund), von dem der Orden der Zisterzienser den Namen herleitet. Er wurde Abt des Klosters Sept-Fons (Auvergne), wo er eine große geistliche Ausstrahlung entfalten konnte, sowohl als Lehrer seiner Mönche, wie als Ratgeber vieler Menschen.

Bekannt und lesenswert ist auch und gerade heute wieder sein Buch „Innerlichkeit – Die Seele des Apostolates“. Dieser Klassiker der katholischen Spiritualität ermahnt dazu, daß jedes katholische Apostolat notwendigerweise ein intensives Gebetsleben zur Basis haben muß.

Im Jahr 1903 konnte der Abt Chautard durch ein Gespräch mit dem antiklerikalen französischen Politiker und späteren Premierminister Georges Clemenceau verhindern, daß die Trappisten aus ihrer Heimat vertrieben wurden.

Obiges Zitat stammt aus der historischen Unterredung, die den „Pfaffenfresser“ Clemenceau, der zuerst noch den Ordensstand verhöhnte, zu dem Ausspruch veranlaßte: „Ich verstehe nun, daß man stolz sein kann, Mönch zu sein, wenn man es aus tiefstem Herzen ist. Betrachten Sie mich als Ihren Freund!“

Papst Benedikt XVI. nannte bei seiner Pilgerfahrt nach Lourdes 2008 Dom Chautard „eine der schönen spirituellen Gestalten Frankreichs“ und empfahl die „Innerlichkeit“.

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