Herz Jesu und Herz Mariens

Jesu, mitis et humilis corde, fac cor nostrum secundum cor tuum!
Jesus, sanft und demütig von Herzen, bilde unser Herz nach Deinem Herzen!

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Das ist es, was wir im Monat Juni, der dem Herzen Jesu geweiht ist, bedenken sollen: Jesus ist unter uns gegenwärtig und leidet mit und für uns. Hierfür steht das Symbol des Herzens als Zeichen der Liebe. Wir sprechen deshalb von Todsünde, weil die Sünde eine schreckliche Lieblosigkeit Gott gegenüber ist, der uns das ewige Leben schenken will. Die Hölle nennen wir den ewigen Tod, weil der Verdammte in alle Ewigkeit Gott nicht lieben will und der Teufel das Gute hasst. Vom Herzen geht überdies das Blut aus und aus dem Herzen Jesu floss Blut und Wasser heraus (Joh 19,34) als Symbol für Eucharistie und Taufe und als Zeichen für die Kirche.

… Liebe ist nicht eine sentimentale Angelegenheit, sie ist nicht die Liebe, die wir von Anderen erwarten. Es ist eine selbstlose Liebe, begründet im ewigen Wunsch Gottes, uns wahrhaft glücklich zu machen. Diese Liebe müssen wir auch dann nachahmen, wenn es uns nicht leicht fällt. Als Wesen mit Gefühlen wehrt sich unser Herz gegen diese Ganzhingabe, wie Christus sie uns vorgelebt hat. Das Herz Jesu, das alle Menschen in seiner Liebe umfasst, ist das Herz des Gottmenschen. Deshalb hat Christus die Kirche gegründet und deshalb lebt er in ihr, weil er alle Menschen durch die Kirche retten will.

Als Glieder des mystischen Leibes Christi sind auch wir Teil dieser Kirche und als solche sollen wir gemäß dem Haupt der Kirche, Jesus Christus, handeln: das ist der Wille Jesu und der Kirche, dass wir Miterlöser sind mit Christus!

Was bedeutet aber Miterlöser zu sein? Es zeigt sich ganz einfach darin, wie Jesus zu handeln und unser ganzes Streben und Bemühen aufzuopfern für das Heil der Menschen: die Mühen des Tages, die Widerwärtigkeiten, die uns begegnen, aber auch unsere Freude während des Tages, alles, was wir tun und lassen. So werden wir, mit Christus vereint, zu Miterlösern!

Wir wollen das besonders im Monat Juni bei der Aufopferung des Tagewerks bedenken, dann wenn wir aufstehen und uns bekreuzigen. Wir wollen dann ganz bewusst zu Jesus sagen: Alles, restlos alles in meinem Tun heute soll ein Werk für Dich und für die Menschen sein! Wir sagen ihm, dass wir uns mit ihm vereinigen wollen für das Heil der Welt.

Ein vollkommenes Beispiel hierfür gibt uns unsere Mutter Maria. Das Wort des Irenäus, der mit Justin, die Mutter Gottes die wahre Eva, die Mutter der Lebendigen nennt, bezeichnet Maria als Urbild der Kirche und spricht von ihr als die Ursache unseres Heils. Seit dem Beginn der Scholastik nennt man Maria: Mutter der Wiederherstellung aller Menschen, Tor des Lebens und Tür zum Heil (so z. B. bei Anselm von Canterbury). Paul VI. proklamierte Maria am 21.11.1964 feierlich zur Mutter der Kirche.

Deshalb feiert die Kirche das Fest des Herzens Mariens in zeitlicher Einheit mit dem Fest des Herzens ihres Sohnes am Samstag, nach dem Herz Jesu Fest. Das Herz Jesu Fest wiederum wird am Freitag nach der Oktav von Fronleichnam begangen. Und so gibt es einige Orte, in denen fromme Katholiken ein kleines Kapellchen Maria geweiht haben und das Fest Mariens in der Oktav begehen. Die Kirche aber hat den Samstag als Tag Mariens vorgezogen.

In Maria sehen wir, was Miterlösung bedeutet, wenn sie am Anfang ihrer Auserwählung sagt: „Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du gesagt hast.“ (Lk 1,38) Miterlösung heißt also dem Liebegebot Jesu zu folgen und unsere Mühen und Anstrengungen für das Heil der Menschen aufzuopfern.

(German Roviera. Mariologisches, 2-2017) –

Der ganze Aufsatz ist hier zu lesen: Herz Jesu und Herz Mariens

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