Können hirntote „Spender“ reagieren?

Menschen, Patienten, die von Ärzten als Organspender ausgesucht werden, sind tot. So sehen es die meisten Menschen hierzulande, weil ihnen die Medien, die von einer außerordentlich mächtigen Lobby regiert wird, diese Ansicht ständig wiederholen und verbreiten.

Dennoch ist die Zahl derer, die wirklich ihre eigenen Organe spenden wollen gering bis rückläufig. Es herrscht bei aller Euphorie darüber, welche Erfolge mit Transplantationen erzielt werden, eine große Unsicherheit.

Keine Organspende

Dr. Keep, 58, hat nun Kontroversen ausgelöst durch einen Brief in der Zeitschrift „Anaesthesia“, dem „Journal of the Royal College of Anaesthesists“, in dem er schreibt, dass viele Ärzte sich dabei unwohl fühlen, wenn sie die Organspender nicht narkotisieren.

Dieses Wochenende sagte er in Norwich, wo er zu Hause ist:
„Die Krankenpflegerinnen und -pfleger sind wirklich sehr beunruhigt. Man schneidet mit dem Messer in den Körper, und Puls und Blutdruck schießen in die Höhe. Wenn man dem Patienten überhaupt keine Medikamente gibt, fängt der Patient an, sich zu bewegen und sich zu winden, und es nicht möglich, ihn zu operieren. Der Chirurg hat uns immer darum gebeten, den Patienten bewegungsunfähig zu machen.“

Andere Fachleute unterstützen seine Kritik an den Richtlinien, die letztes Jahr von der „Intensive Care Society (ICS) herausgegeben wurden, in der sich Ärzte zusammengeschlossen haben, die der Auffassung sind, dass eine Narkose nicht erforderlich ist.

Gestern waren Befürchtungen laut geworden, dass die Menschen landesweit ihre Organspende-Ausweise zerreißen würden, weil sie bei der Prozedur der Organentnahme Schmerzen empfinden könnten. Dr. Keep sagt:
„Ich bin ein großer Befürworter der Organtransplantation. Ich denke, es sollte alles dafür getan werden, Spenderorgane zu gewinnen. Mir macht große Sorgen, wie die Organe derzeit entnommen werden, weil es nicht vorgeschrieben ist, einem Patienten Schmerzmittel zu geben, dessen Spenderorgane entnommen werden.“

„Aus diesem Grund habe ich keinen Organspende-Ausweis. Wenn ich wüsste, dass man mir Schmerzmittel geben würde, bevor meine Spenderorgane entnommen werden, hätte ich einen Spenderausweis, und ich denke, viele andere, die dieselben Zweifel haben, würden auch einen Organspende-Ausweis bei sich tragen. Die Zahl der potenziellen Organspender würde zunehmen, wenn man die Spender anaesthesierte“, sagte er.

„Ich sage nicht, dass diese Patienten noch leben, ich sage nicht, dass sie Schmerzen empfinden können. Was ich sage, ist, dass ich nicht weiß, ob diese Patienten noch am Leben sind, was ich sage, ist, dass ich nicht weiß, ob sie auf irgendeine Weise noch Schmerzen empfinden können, und unter diesen Bedingungen bin ich nicht dazu bereit, einen Organspende-Ausweis bei mir zu tragen.“

Quelle: The Telegraph – Können hirntote Spender reagieren

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