Auch wenn ich diesen Schritt grundsätzlich für falsch halte, …

… da muß sich die Petrusbruderschaft einmal selbst hinterfragen. Denn der angegebene Grund, warum er die FSSP verlassen hat, ist tatsächlich nachvollziehbar, zumindest dort, wo ich sie kennengelernt habe. Dass die „lateinische Liturgie“ „nicht mehr in die heutige Zeit“ passe, deutet aber eher auf eine Ausrede für seine Entscheidung.

„Ich habe gemerkt, dass ich in die Priesterbruderschaft, die sich hauptsächlich der Pflege der alten lateinischen Liturgie verschrieben hat, nicht mehr hineinpasse. Ich habe gemerkt, dass die alte Liturgie, so schön und feierlich sie sein kann, nicht mehr in die heutige Zeit passt. Ein großes Manko sehe ich darin, dass man sich dort nur um die Menschen kümmert, die sich ganz bewusst eine traditionell orientierte Gemeinschaft aussuchen. Es fehlt aber völlig der Bezug zu den Menschen, die der Kirche fern stehen. Es ist mir sehr wichtig, als Priester nicht nur für Menschen da zu sein, die in einem katholischen Umfeld groß geworden sind. Da erinnere ich mich an das Evangelium von dem verlorenen Schaf. Jesus lässt dort 99 Schafe in der Wüste zurück, weil er weiß, dass sie versorgt sind. Und er geht dem hundertsten Schaf nach. Dieses Kümmern um das hundertste Schaf hat mir in der Priesterbruderschaft immer gefehlt.“

Quelle

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