Franz Schmidberger im Interview

Buchempfehlung

Spätestens seit 1996 als Peter Seewald zusammen mit Kardinal Ratzinger „Salz der Erde“ veröffentlichte, sind Interviewbücher en vogue. Seither gibt es Gesprächsbücher nicht nur mit Päpsten und Kardinälen. Der Patrimonium-Verlag hat eben ein solches vorgelegt: „Gott, Kirche, Welt und des Teufels Anteil. Ingo Langner im Gespräch mit Pater Franz Schmidberger von der Priesterbruderschaft St. Pius X.“ Allen Beteiligten, die zum Entstehen des Buches beigetragen haben, sei herzlichst gedankt. Ein äußerst erfrischendes, aufklärendes und vor allem katholisches Buch wurde damit vorgelegt. Ingo Langner, der bekannte Journalist, hat mit Pater Franz Schmidberger gesprochen, dem eigentlichen Chef der Piusbruderschaft in Deutschland und einem der einflussreichsten Persönlichkeiten innerhalb der ganzen Bruderschaft St. Pius X.

Man möchte dieses Buch jedem empfehlen, der katholisch ist und katholisch sein möchte. Besonders empfohlen sei es aber den Priestern und Bischöfen.

Einige Sätze aus dem Buch:

+ (Sind Sie katholisch?) – Ich meine wohl. Ich bin es immer gewesen, und ich bin es auch heute, wenn man die Kriterien des Katholisch-Seins anlegt: man muss getauft sein, man muss den ganzen katholischen Glauben bekennen, […].

+ Ab 1946 […] kommt in Frankreich die Nouvelle Theologie an die Rampe […] Da muss man natürlich besonders Karl Rahner nennen. Rahner ist die Zentralfigur des Zweiten Vatikanischen Konzils gewesen, das darf man nicht vergessen. … Rahner vertritt eine sehr verklausulierte Sprache.
[Bei ihm ist jeder Mensch] eigentlich schon übernatürlich ausgestattet.
Nach Rahner sind wir alle mehr oder weniger schon erlöst und gerechtfertigt. Alle Menschen sind anonyme Christen. Das hat übrigens auch schon Kardinal Wojtyla 1976 in seinen Exerzitien für Papst Paul VI. […] gepredigt.

+ Wenn die wahre Religion abgeschafft wird, nimmt eine Pseudoreligion den Platz ein. Das Terrain bleibt nicht unbesetzt …
Es gibt entsprechende Feste, es gibt entsprechende Sakralräume. Das sind die Fußballstadien und die Sportpaläste … Dann gibt es die säkularen Heiligen. Obama war ein ganz großer; […].

+ (Die triumphierende Kirche […] ist heutzutage völlig verpönt.)
Das interessiert mich wenig. Mich interessiert, was wahr ist, was gut ist, was schön ist. Das ist es, worauf es ankommt, …

+ Das allererste Kriterium für eine Heiligsprechung ist: Hat dieser Mensch die genuin katholische Lehre vertreten oder nicht? War er ein Mann des Glaubens; der Tradition der Kirche treu? […]

+ (Konvertieren) Eines Tages wandte sich ein orthodoxer Bischof an uns. Er möchte konvertieren. Wir vereinbaren, dass er sich an Rom wendet. Dort kommt er zu Kardinal Kasper, der ihm sagt: Es hat gar keinen Sinn. Wofür wollen sie konvertieren?

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Pater Franz Schmidberger / Ingo Langner
Gott, Kirche, Welt und des Teufels Anteil
Patrimonium-Verlag 2017
216 Seiten, 18,80Euro
ISBN 978-3-86417-101-7

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Siehe auch HIER kathnews

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2 Kommentare zu „Franz Schmidberger im Interview

  1. Hat dies auf Des katholischen Kirchfahrters Archangelus unbotmäßige Ansichten – ob gelegen oder ungelegen. rebloggt und kommentierte:
    Der Einfluß der Jesuitenpadres Rahner, de Lubac und de Chardin auf die handelnden Konzilskreise kann in der Tat nicht hoch genug veranschlagt werden. Man sehe sich auch die „gekaperte“ Liturgische Bewegung an, hier wurde glaubenszerstörendes Gedankengut sorgfältig vorbereitet, es wurden verdeckt Seminare verseucht und geschickt Bischöfe manipuliert, bis es in den 60ern durch Konzil und „Liturgiereform“ sichtbar aus dem Boden schoß.

    Wie richtig beobachtet, nimmt heutzutage eine Zivilreligion des Demokratismus mit Gender-Credo den Platz der Religion ein, aufdringliche „Heiligenverehrung“ à la Nelson Mandela inklusive. Und die dreist um Arbeit und Zukunft betrogene Masse „wallfahrtet“ derweil brav in die Fußballtempel, um den dort spielenden „Halbgöttern“ ihre paar Euros zu opfern und sonnt sich in der Illusion ihrer Vereins-Ersatzreligion, die ihr die verborgenen Strippenzieher im Hintergrund, taktisch geschickt, gelassen haben. Des Proleten Sonnenschein ist halt Fußball und Besoffensein.

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    1. Alle Einlassungen sehe ich genau so. Man kann noch hinzufügen, dass die Kirche selbst die größte Enttäuschung ist. Sie hat sich, letztendlich manifestiert durch Bergoglio, der UNO und dem Mainstream so angepasst, dass sie bald nicht mehr davon zu unterscheiden sein wird und aufhören wird, zu existieren. Doch Gott wird vorher eingreifen…

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