Ohne Erzbischof Lefebvre wären wir arm dran!

[…] Dem französisch Missions-Erzbischof Marcel Lefebvre und seiner Priesterbruderschaft, der er den heiligen Meßreformer Papst Pius X. als Patron gegeben hatte, ist es ganz allein zu verdanken, daß der gefährlich dünn gewordene Faden der Tradition nicht abgerissen ist.

Es kam zu einem der spektakulären Widersprüche, an denen die Geschichte der Kirche reich ist: das Sakrament, das den Gehorsam Jesu gegenüber dem Willen des Vaters zum Gegenstand hat, wurde durch den Ungehorsam gegen den Befehl des Papstes gerettet.

Auch wer diesen Ungehorsam unverzeihlich findet, muß einräumen, daß ohne ihn Papst Benedikt XVI. für seine Gesetzgebungsakte, das berühmte Motu proprio und die Ausführungsbestimmungen “Summorum pontificum” keinerlei Materie mehr vorgefunden hätte – der überlieferte Ritus wäre, nachdem seine rigorose Unterbindung schon jahrzehntelang wirksam gewesen war, bereits spurlos verschwunden gewesen. Denn seine Unterdrückung wurde mit einer letzten Aufwallung von zentralistischer Gewalt, zu der die Kirche heute überhaupt nicht mehr imstande wäre, buchstäblich gnadenlos durchgezogen, Proteste der Gläubigen und Priester weggewischt und verächtlich behandelt – die katholische Kirche hat im XX. Jahrhundert kein häßlicheres Gesicht gezeigt als bei der Verfolgung ihres bis dahin ihre Gestalt bestimmenden Ritus.

Und das Verbot des Ritus ging mit einem Bildersturm in unzähligen Kirchen einher, mit der Verschandelung alter Gotteshäuser, dem Abriß von Altären, dem Sturz heiliger Statuen, der Verschleuderung kostbarer Paramente. […]

Martin Mosebach
https://www.firstthings.com/article/2017/04/zur%C3%BCck-zur-form

Erzbischof Marcel Lefebvre

 

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2 Kommentare zu „Ohne Erzbischof Lefebvre wären wir arm dran!

  1. Hat dies auf Des katholischen Kirchfahrters Archangelus unbotmäßige Ansichten – ob gelegen oder ungelegen. rebloggt und kommentierte:
    Richtig, für jeden Katholiken, der sich wenigstens ein Restvermögen an Erkenntnisfähigkeit bewahrt hat, steht die einzigartige Rolle von Erzbischof Levebvre außer Frage. Mögen sich auch vereinzelt Sedisvakantisten obsessiv an seiner Person und der FSSPX abarbeiten und Edel-Traditionalisten peinlich berüht die von einem FSSP-Priester gehaltene Messe bevorzugen, ohne ihn gäbe es heutzutage weder die Messe aller Zeiten, noch „ecclesia dei“ -Gemeinschaften noch „Summorum pontificum”. Wo andere lieber mit dem Strom schwammen und tunlichst Titel, Ansehen und Versorgung im Auge behielten, blieb er sich treu und machte sich kerzengrade. Allerdings auch mit Pragmatismus und Klugheit, was nachzuvollziehen heute einig schlicht zu überfordern scheint…

    So, mußte mal gesagt werden… 😉

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