Quasi modo geniti infantes – Wie neugeborene Kindlein

Der Weiße Sonntag  ist der Oktavtag des Osterfestes.
Er führt den Namen Dominica in Albis (depositis bzw. deponendis): „Sonntag der (abgelegten bzw. abzulegenden) weißen Gewänder“.
Die weißen Taufkleider, die von den Täuflingen seit Karsamstag getragen wurden, wurden am gestrigen (in manchen Kirchen am heutigen) Tage wieder abgelegt, „jedoch so, daß das schimmernde Weiß, das mit dem Kleide abgelegt wird, im Herzen bewahrt werde“ (hl. Augustinus).

Quasi modo wird der Sonntag von den Eingangsworten des Introitus genannt.

(Introitus, 1 Petri 2. 2)
Quasi modo geniti infantes, alleluja:
rationabile, sine dolo lac concupiscite, alleluja, alleluja, alleluja. (Ps. 80, 2)
Exsultate Deo, adjutori nostro: jubilate Deo Jacob.
V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto.
Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in sæcula sæculorum. Amen.
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Wie neugeborene Kindlein, alleluja,
doch schon voll Einsicht, verlangt ohne Falsch nach Milch, alleluja, alleluja, alleluja. Ps. 80, 2)
Gott, unserem Helfer, jauchzet zu; jubelt entgegen dem Gotte Jakobs.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Im Evangelium hören wir die Geschichte von Thomas, der nicht glauben konnte, weil er nicht „sehen“ konnte. Doch da „ kam Jesus bei verschlossenen Türen herein, stand in ihrer Mitte und sprach: «Friede sei mit euch!» Dann sagte Er zu Thomas: «Lege deinen Finger hierher und sieh Meine Hände; reiche deine Hand her und lege sie in Meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig.»
Da rief Thomas aus:
«Mein Herr und mein Gott!»

Jesus aber sprach zu ihm:
«Weil du Mich gesehen hast, Thomas, hast du geglaubt: selig die nicht sehen und doch glauben.»“

(vgl. Johannes 20,19-31)

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