Wollbold kann kein Bischof werden … –

– denn er verteidigt die katholische Lehre
gegen die katholischen Bischöfe!

Professor Dr. Andreas Wollbold ist Professor für Pastoraltheologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. In „Die Tagespost“ vom 3. Mai 2018 hat er deutlich Stellung bezogen:

Die deutschen Bischöfe diskutieren den Kommunionempfang der Protestanten.
Man muss kein Unheilsprophet sein, um vorherzusehen:
Innerhalb von wenigen Jahren
wird jeder
zur Kommunion gehen, der dies möchte.

Am Schluss seines Artikels heißt es:

Einmal mehr wird der Sakramentenempfang allein von persönlichen Wünschen und Vorstellungen abhängig gemacht. Ihre sichtbare Seite und öffentlicher Charakter kommen dagegen kaum mehr zur Sprache. Doch in den Sakramenten, zuhöchst in der Eucharistie, tritt die Kirche selbst in Erscheinung. In ihnen tritt das sichtbare Volk Gottes vor seinen Herrn und begeht die Geheimnisse, die er selbst ihr anvertraut hat. In diesen Feiern muss die Kirche ihrer eigenen Wahrheit treu bleiben, mehr als an jedem anderen Ort. In Treue zum Herrn und seiner göttlichen Ordnung der Sakramente muss sie zu ihnen zulassen oder eben auch Grenzen dafür bestimmen. Die persönliche Prüfung der Disposition im Gewissen ist eines, die äußere Zulassung aufgrund objektiv feststellbarer Kriterien wie der Kirchenzugehörigkeit ist das andere.

Seelsorge, Gespräch, Weggemeinschaft und Wertschätzung sind wichtig, gerade auch in so sensiblen Fragen wie dem Kommunionempfang. Dennoch, all das gelingt nur, wenn es sich in einem sicheren Rahmen vollzieht: Grundsätzliche Rahmenbedingungen des Sakramentenrechtes und der Glaubenslehre sind Voraussetzungen der Seelsorge und nicht ihr „Verhandlungsspielraum“.

Starke Institutionen schaffen Raum für echte Menschlichkeit und Nähe. Genau diese Ebenen sind aber vermischt, wenn die Seelsorger ähnlich wie nach „Amoris Laetitia“ mit den Worten des Vorsitzenden der Bischofskonferenz aufgerufen werden, „um im seelsorglichen Gespräch die konkrete Situation anzuschauen und zu einer verantwortbaren Entscheidung über die Möglichkeit des Kommunionempfangs des nichtkatholischen Partners zu kommen“. Diese Vermischung der Ebenen spiegelt die Vermischung von forum internum und forum externum, wenn der Sakramentenempfang nach den deutschen Bischöfen letztlich nur vom Gewissensentscheid des Einzelnen abhängt.

Konkret: Welcher Priester sollte nun einem evangelischen Christen noch Nein sagen, wenn dieser die Kommunion für sich in Ordnung findet? Letztlich wird er mehr oder weniger freudig bestätigen, was die Betroffenen für sich entschieden haben. Man muss kein Unheilsprophet sein, um vorherzusehen: Innerhalb von wenigen Jahren wird jeder zur Kommunion gehen, der dies möchte. Was bleibt, ist eine „Ökumene der Verschiedenheit“, verbunden mit einem vagen Glauben, dass Jesus irgendwie im Stückchen Brot nahe ist. Wer wagt es, diesen Preis zu zahlen, wenn wir einst als Verwalter Rechenschaft ablegen müssen über das uns anvertraute Gut der Eucharistie?

Quelle – HIER LESEN

Oder HIER als PDF – Wollbold. Die Lehre geht der Pastoral voran

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