Der heilige Ignatius und eine vom Teufel stammende Vision. – 31. Juli

Geringschätzung von Visionen

„Als er in jenem Spital war, geschah es ihm häufig am hellen Tag, ein Ding in der Luft neben sich zu sehen, welches ihm viel Tröstung gab, weil es in hohem Maß sehr schön war. Er konnte nicht gut die Art ausmachen, was es für ein Ding war, doch irgendwie schien ihm dass es die Gestalt einer Schlange hatte; und es hatte viele Dinge, die wie Augen widerstrahlten, obwohl es keine waren. Er vergnügte sich sehr und hatte Trost, dieses Ding zu sehen. Und je häufiger er es sah, um so mehr wuchs die Tröstung; und wenn ihm jenes Ding entschwand, mißfiel ihm dies.“ […]

„Er ging, sich vor einem Kreuz, das dort in der Nahe war, niederzuknien, um Gott Dank zu sagen. Und dort erschien ihm jene Vision, die ihm viele Male erschienen war, und er hatte sie niemals erkannt: nämlich jenes Ding, das oben genannt wurde, das ihm sehr schon schien, mit vielen Augen. Doch sah er gut, als er vor dem Kreuz war, dass jenes so schone Ding nicht Farbe wie gewöhnlich hatte. Und er hatte eine sehr deutliche Erkenntnis, mit großer Zustimmung des Willens, dass dies der Teufel war. Und so pflegte es ihm danach viele Male über lange Zeit zu erscheinen, und er verscheuchte es in der Weise der Geringschatzung mit einem Stock, den er in der Hand zu tragen pflegte.“

(Ignatius von Loyola. Aus dem Bericht des Pilgers)

St. Ignatius von Loyola – Tedeschi Pietro (1750 – 1808): Sant’Ignazio di Loyola http://www.culturaitalia.it/opencms/viewItem.jsp?language=it&id=oai%3Aculturaitalia.it%3Amuseiditalia-work_14216

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