100 Jahre – Die Liebeswunde bei Pater Pio

Heute vor 100 Jahren, am 5. August 1918, öffnete sich auf der Brust eines jungen Kapuziners eine Herzwunde. Sie wird sich nie mehr verschließen.

Erst am 20. September 1918 kamen die Wunden an den Händen und Füßen dazu.

Der junge Kapuziner Pater Pio

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Frage der Eltern: „Was wird aus meinem Kind werden?“

Erziehungsziel Bekenner

[…] Die Ziele vieler Eltern sind reichlich unbestimmt. Galt in den Nachkriegsjahrzehnten weithin die zumindest hoffnungsvolle Devise: „Unsere Kinder sollen es einmal besser haben als wir“, so scheint mittlerweile eine andere Stimmung vorzuherrschen.
Zwar planen ehrgeizige Eltern auch weiterhin frühzeitig und bis ins Detail die Karriere ihres Nachwuchses, fordern und fördern ihn auf alle nur erdenkliche Weise, spornen ihn zu harter, zielstrebiger Gangart an und helfen nötigenfalls dem Erfolg mit kraftvollen Maßnahmen nach. Doch insgesamt dürfte das eher die Ausnahme sein. Und ist diese Art von Zielstrebigkeit überhaupt wünschenswert?

Für gläubige Menschen gibt es jedenfalls Wichtigeres zu erreichen als Geld, Macht und Ansehen.

Was aber, wenn auch christliche Eltern keine klaren Vorstellungen haben? Wenn, allen Erwartungen zum Trotz, nicht die Regel gilt: Je gläubiger ein Erzieher, desto eindeutiger seine Ziel-Ausrichtung und desto konsequenter Wahl und Einsatz der entsprechenden Mittel? Wo die hohen Ideale und die konkreten Ideen, die zu ihrer Verwirklichung nun einmal nötig sind, fehlen, da breitet sich bald Resignation und Passivität, Ratlosigkeit und Unentschiedenheit aus. Genau das ist die Situation vieler, sehr vieler Familien.

Oftmals ist die Zielbestimmung der Erziehung auch bei gläubigen Eltern eine weitgehend negative. Das heißt: Es geht ihnen vor allem darum, was aus den Kindern nicht werden soll. Je nach Ausprägung des Glaubenslebens kann dann in bestimmten Entwicklungsphasen des Heranwachsenden das Denken der Eltern fast ausschließlich um einzelne Fragen kreisen wie die, ob er denn noch (!) seine Sonntagspflicht erfülle. So wichtig der Kirchgang am Tag des Herrn auch ist: Man wird zugeben müssen, daß er nicht den einzigen Richtwert für ein christliches Leben und, für sich genommen, auch keinen Beweis für eine gelungene Erziehung darstellt.

Nicht wenige religiöse Eltern zeigen sich besonders von der Sorge bestimmt, ihre Kinder mögen doch bitteschön „normal“ sein und bleiben, sich also nicht zu Exoten entwickeln. In den Vorstellungen solcher Erzieher geistert das Schreckgespenst des (tatsächlich auch hier und da real existierenden) überspannten und weltfremden Frömmlers herum: „Daß sich doch keines unserer Kinder in diese Richtung entwickeln möge – Gott bewahre!“

Daher die Beflissenheit, mit der sich solche Eltern um die Anpassung ihrer Nachkommenschaft an die vorherrschenden Strömungen bemühen, wo immer diese nicht in offenen Konflikt mit dem ausdrücklichen Gebot Gottes geraten. Kleidung und Frisur, Musik- und Filmkonsum, Verwendung von Kommunikations- und Unterhaltungsmedien – in allen diesen Bereichen ist zu beweisen, daß ein gläubiger Jugendlicher nicht rückständig und langweilig sein muß.

„Wie schön, wenn dieselben jungen Leute, die am Sonntag im Gottesdienst erscheinen, am Vorabend auch in der Disco waren!“ Die Aussage eines Geistlichen könnte man in umgedrehter Form wohl gelten lassen: „Wie schön, wenn die Discobesucher am Sonntag trotzdem zur Kirche finden.“ Andersherum aber zeugt sie von gefährlicher Naivität. Denn die statistische „Normalität“ unter heutigen Jugendlichen paßt ebenso wenig mit den bleibenden Normen der Schöpfungs- und Erlösungsordnung zusammen, wie eine Jugendkultur, die unwürdige Entfesselung predigt und schlußendlich dumpfe Betäubung bewirkt, mit dem Kult der heiligen Messe harmoniert.

(Ausschnitt aus einer Predigt von Pater Bernward Deneke, Petrusbruderschaft, Wigratzbad)

Ganze Predigt HIER

Was wid aus ihm werden…

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