„Ich sage dazu kein Wort“ – Wir müssen jetzt essen.

– Während uns schon längst der Appetit vergangen ist!

Immer mehr ehemalige Begeisterte von Franziskus wenden sich von ihm ab.

Christian Geyer-Hindemith von der FAZ zum Rückflug mit Franziskus über den Wolken und der Erleichterung der Unschuldslämmer ‚deutsche Bischöfe‘, als Marx „Nein“ sagte:

Auch Franziskus wird sein Schweigen („Ich sage dazu kein Wort“) nicht mit höheren Einsichten begründen können, wenn er das Prinzip der persönlichen Verantwortung in seiner Kirche nicht nachhaltig diskreditieren möchte, gleichsam lehramtlich-autoritativ von der Spitze her, durch das Beispiel des Pontifex beglaubigt.

Diesem Muster folgt das Aushebeln unliebsamer Fragen bei den erwähnten „fliegenden Pressekonferenzen“, wie zuletzt beim Rückflug aus den baltischen Staaten. Fragen zu Viganò wurden zunächst zurückgestellt („Zuerst die Fragen zur Reise“) und kamen dann nicht mehr zum Zuge („Man sagt mir, das Abendessen steht bereit, und der Flug ist nicht lang“).

Kein Wunder also und doch anstoßerregend, dass die deutschen Bischöfe dem Beispiel ihres Pontifex meinten folgen zu müssen und dafür sorgten, dass die Benennung persönlicher Verantwortlichkeiten – von Bischöfen oder überhaupt nur von konkreten Diözesen – gerade nicht zum Forschungsdesign ihrer Missbrauchsstudie gehörte. Für einen Moment hielten alle Bischöfe bei ihrer Pressekonferenz vergangene Woche in Fulda die Luft an, als die Journalistin Christiane Florin ihre Frage stellte: „Hier sind jetzt über sechzig Bischöfe versammelt. Gab es einen oder zwei, die im Zuge Ihrer Beratungen gesagt hätten: Ich habe so viel persönliche Schuld auf mich geladen, ich kann eigentlich diese Verantwortung des Amtes nicht mehr tragen?“ Erst als Reinhard Kardinal Marx nach kurzem Zögern mit einem knappen, sonoren „Nein“ antwortete, atmete man auf.

Quelle FAZ

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