Die Rollenverteilung hat funktioniert – Die manipulierte Bischofssynode über die Jugend.

(- oder: Der „Diktatorpapst“ hat alles im Griff!)

Der Blogger von summorum-pontificum.de hat dankenswerter zur gerade zu Ende gegangenen Jugendsynode kritische Stimmen zu Wort kommen lassen, die man woanders bisher nicht lesen konnte. So berichte er z. B. von Sydneys Erzbischof und Synodenteilnehmer Anthony Fisher, der kein Blatt vor den Mund nahm und gegenüber einem Reporter deutlich Kritik übte.

■ Das Abschlussdokument sei zu lang, enthalte vielfach mehrdeutige Formulierungen und sei in einer Sprache abgefasst, die weder Jugendliche noch Jugendseelsorger anspreche.

■ Die Schlusserklärung stelle zwar eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem vorgelegten „Instrumentum Laboris“ dar – aber gerade deshalb seien viele Synodenväter überrascht, dass nun beide Texte gleichrangig als Ergebnisse der Synode gelesen werden sollten.

■ Angesichts der Oberflächlichkeit und Eile, in der das Dokument durch die Schlussabstimmung gebracht worden sei, habe er ernste Bedenken, es zum Ausdruck des Lehramtes erklären zu lassen.

■ Wegen des Widerstands der Synodenleitung sei es nicht gelungen, die Morallehre der Kirche im Schlusspapier angemessen zum Ausdruck zu bringen. Es habe dort ein gefühliger und antiintellektueller Geist geherrscht, der sich nicht nur gegen einzelne Aussagen der überlieferten Lehre, sondern deren ganze Grundeinstellung gerichtet habe.

■ Es sei unerträglich, dass eine so wenig verbreitete Sprache wie das Italienische praktisch einzige Arbeitssprache der Synode gewesen sei und selbst zu den Abstimmungen keine offiziellen Übersetzungen schriftlich vorgelegen hätten. Auch die Simultanübersetzung sei unzureichend gewesen – viele Synodenteilnehmer hätten über Absätze abgestimmt, ohne deren Inhalt wirklich zu kennen.

■ Die zugeladenen 36 Jugendvertreter hätten zwar teilweise ein sehr erfreuliches Bild geboten – andererseits hätten sie aber durch anscheinend gelenkten Beifall oder Mißfallenskundgebungen ungebührlich Einfluss zu nehmen versucht. Keine dieser Vertreter hätten sich für die in der real existierenden Jugend ja durchaus auch anzutreffenden „klassischen Positionen“ ausgesprochen.

■ Tatsächlich sei die gesamte Veranstaltung nicht von einem Geist des Zuhörens, sondern von einem strikten „von oben nach unten“ geprägt gewesen. Es habe kaum Zeit für freie Diskussion gegeben, höchstens mal eine Stunde am Ende eines langen Tages, der von formalen Ansprachen und Ankündigungen in Anspruch genommen worden sei.

Der ganze lesenswerte Bericht bei summorum-pontificum.de

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