Der heilige Martin von Tour – 11. November

„Ein andermal hatte Martin (ca. 316-397) in einem Dorf einen uralten Tempel zerstört.“

Die Schließung von Tempeln hatte bereits unter Konstantin begonnen und sollte gegen Ende des Jahrhunderts gerade unter Theodosius im Osten systematisch vorangetrieben werden. Oft fiel diese Aufgabe den Bischöfen zu, denen dazu Soldaten beigesellt wurden. Martins Vorgehen bewegte sich also im Rahmen des damals Üblichen, das uns heute auf den ersten Blick intolerant erscheint. Doch damals galt allgemein: Nur wer einen Tempel zerstören kann, erweist den eigenen Gott als mächtiger – und damit als den wahren Herr. Das wurde verstanden – und akzeptiert.

(Thomas Merz. Martin von Tours begegnen)

Thomas Mertz. Martin von Tour (56-60)

 

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Thomas Mertz
Martin von Tours begegnen
Paulinus-Verlag 2014
152 Seiten, 12,90 €
ISBN 9783790218541

 

 

 

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