Das Weltgericht und der Richter

Bevor das Weltgericht stattfindet, werden die Toten auferstehen aus ihren Gräbern. Die Auferstehung zum ewigen Leben ist ein Geschenk, das wir von Gott erhalten. Dieses Geschenk sollen wir durch den Menschensohn erhalten. Der menschgewordene Sohn wird unsere toten Leiber auferwecken. Wenn er schon als Mensch hier ist, um uns aufzuwecken, dann liegt es nahe, daß er uns auch als Menschensohn richten wird.

Im übrigen wollen die, die gerichtet werden, den Richter sehen. Würde Gott als Richter erscheinen und sich in seiner himmlischen Herrlichkeit zeigen, dann könnten nur die Guten den Richter sehen, nicht die Bösen. Gott in seiner Herrlichkeit zu sehen, ist ja der Lohn der Guten. Christus in seiner menschlichen Gestalt dagegen kann jeder sehen, egal ob gut oder böse. Als Christus hier auf Erden wandelte, da konnte auch Annas ihn sehen und Kaiphas, Judas und alle anderen Bösewichte.

Darüber hinaus ist es eine Belohnung für den, der ungerecht gerichtet wurde von den Menschen. Jetzt darf er die richten, die ihn ungerecht verurteilt haben. Christus hat das ungerechte Urteil der Menschen auf sich genommen und ist am Kreuz gestorben. Dadurch hat er uns den Himmel verdient. Es ist passend, daß der den Lohn austeilen darf, der ihn auch verdient hat, nämlich Christus als Menschensohn.

P. G. Heumesser

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