Das ist die Lage, werte Mitchristen.

… So war sie an jenem Abend „in illo tempore“, und so ist sie auch heute noch. Die Welt hasst uns, weil wir nicht von dieser Welt sind. Das hat sie immer getan. Mal ganz offen, mal camoufliert. Im langen Mittelalter war die Schlange, Ursprung des Hasses, noch in der Defensive. Mit dem Nominalismusstreit und mit der Reformation hat sie sich Platzvorteile erarbeitet und in der Französischen Revolution schließlich die Ernte einfahren können. Seit 1789 ist die heilige römische katholische Kirche in der Defensive. Napoleon Bonaparte, ein korsischer Emporkömmling, hatte sogar die Macht, den Papst selbst bei seiner sogenannten Kaiserkrönung am Nasenring durch die Manege zu führen und das Heilige Römische Reich Deutscher Nation zu liquidieren. Von da an ging’s, trotz Metternich und Wiener Kongress, immer tiefer bergab. Was folgt ist hinlänglich bekannt und lässt sich in Stichworten aufzählen: Karl Marx und das Kommunistische Manifest. Preußens protestantischer Kaiser und Bismarcks antikatholischer Kulturkampf. Der Reiche zerstörende Erste Weltkrieg. Schließlich die Russische Revolution, der Aufstieg der deutschen Nationalsozialisten, ihr Völkermord an den europäischen Juden, und unter Stalin, Mao und Pol Pot die hundert Millionen Opfer der roten Ideologen.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion mitsamt ihrer Vasallenstaaten dauert es nur einen kurzen Moment, bis im Morgenland der Islam wie zu Mohammeds Zeiten oder gleich zweimal bis vor die Tore Wiens, mit Blut und Schwert das Abendland angreift und in Europa selbst die Gender-Ideologie mit ihren Ablegern Diversität und Abtreibung all das abzuräumen versucht, was an christlich geprägten Restbeständen noch übrig geblieben ist. Mitte des 19. Jahrhunderts beschließen die italienischen Freimaurer, die Kirche nicht mehr von außen zerstören zu wollen, sondern in sie einzudringen und von Innen zu erobern. Das Freimaurer-Programm lässt sich in drei Worten zusammenfassen: Universalismus ohne Gott. Die Päpste Pius IX. (1846–1878) und Pius X. (1904–1914) halten mit dem Syllabus errorum und dem Anti-Modernisten-Eid dagegen. Verurteilt werden die säkularen Irrtümer Pantheismus, Naturalismus, absoluter Rationalismus, Indifferentismus, Latitudinarismus, Sozialismus und Kommunismus.

Damit schien die Macht der Schlange wieder einmal in die Schranken gewiesen zu sein. Doch dann kam das Zweite Vatikanische Konzil (1962–:1965) und nach den Worten von Papst Paul VI. drang mit diesem Konzil der Rauch des Satans in die Kirche ein. Was damit konkret gemeint sein könnte, zeigen der Exodus von mehr als 50 000 Priestern und die Missbrauchsskandale an, die in mehrfachen Intervallen die Kirche bis heute erschüttern. …

Lesen Sie den kompletten Artikel von Ingo Langner beiDie Tagespost“ – Die Tagespost – Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft und Kultur

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