Die Situation der Kirche

Armin Schwibach(kath.net):
Die Dubia, das Dossier „Viganò“ aus dem Sommer 2018, das jüngste „Glaubensmanifest“ Kardinal Müllers und die in diesen mutigen Dokumenten aufgeworfenen entscheidenden Fragen wurden vom Papst sowie von dessen Mitarbeitern und der ihnen nahe stehenden Presse ignoriert, angeklagt oder sogar verleumdet. Glauben Sie nicht, dass diese institutionellen Verhaltensweisen dramatisch das hervorgehoben haben, was die Zivilgesellschaft als alarmierendes Problem der „Demokratie“, das heißt ihrer „Verfassung“ bezeichnen würde?

Kardinal Brandmüller:
Wesentlich und eigentlich wichtig ist, dass die Wahrheit, die von Gott in Jesus Christus geoffenbarte Wahrheit immer wieder neu verkündet wird. Natürlich ist dies in erster Linie Recht und Pflicht der Inhaber des Lehramts der Kirche. Das Wort des hl. Paulus, „Wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde“, gilt in erster Linie aber nicht nur für die geweihten Lehrer der Kirche. Es ist jeder getaufte und gefirmte Christ zum Zeugnis für das Evangelium gerufen. Nun hat es – der selige John Henry Newman hat darüber Wichtiges gesagt –, Momente in der Geschichte der Kirche gegeben, in denen die berufenen und geweihten Hirten und Lehrer versagt und dem Irrtum nicht gewehrt haben. Da aber waren es die Gläubigen, die in der Kraft des Firmsakraments den Glauben bewahrt haben

In einer vergleichbaren Situation scheint die Kirche heute sich an manchen Orten zu befinden.

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