Das Fest der Verklärung unseres Herrn Jesus Christus

Siehe: Matthäus 17,1-9: Verklärung auf dem Berg Tabor.

(Aus einer Predigt des hl. Gregor Palamas)

Das Licht der Transfiguration des Herrn ist nicht etwas, das entsteht und vergeht, noch auch läßt es sich beschreiben oder mit den Sinnen wahrnehmen, obwohl es auf einem niedrigen Gipfel des Bergs einen kurzen Augenblick lang von leiblichen Augen wahrgenommen wurde. Durch die Veränderung ihrer Sinne nämlich, gewirkt vom Heiligen Geist, wurden die Eingeweihten des Herrn damals hinaufgeführt vom Fleisch zum Geist, wie gesagt worden ist, und so sahen sie, als und soweit wie es ihnen die Kraft des Heiligen Geistes gewährte, jenes unaussprechliche Licht.

Weil diejenigen, die jetzt lästern gegen jenes Licht, dies nicht begreifen, meinen sie, die Auserwählten unter den Aposteln hätten das Licht der Transfiguration vermittels der geschaffenen Kraft ihrer Sinne gesehen, und deshalb bemühen sie sich, nicht nur jenes Licht, das heißt die Herrlichkeit und das Königtum Gottes, sondern auch die Kraft des Heiligen Geistes, die den Würdigen die göttlichen Dinge offenbart, zum Geschöpf herabzumindern. Wahrlich, sie haben weder gehört noch geglaubt, was Paulus sagt:

„Was kein Auge schaute, was kein Ohr vernahm, was das Herz des Menschen nicht kannte, was Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben, das hat Gott uns offenbart durch Seinen Geist. Der Heilige Geist nämlich ergründet auch die Tiefen Gottes“ (s. 1 Kor 2,9-10).

Hl. Gregor Palamas. Erste Homilie zur Transfiguration unseres Herrn, Gottes und Erlösers Jesus Christus.

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