Hl. Bernhard von Clairvaux – 20. August

„Der heilige Bernhard von Clairvaux […] gehört sicher zu den größten religiösen Gestalten des Mittelalters. Er wurde um 1090 in Fontaines in Burgund geboren, besuchte die Schule der Stiftsherren von Saint-Vorles und trat mit etwa 20 Jahren mit einer Reihe von Gefährten in das Reformkloster Cîteaux ein. Bereits im Jahr 1115 erhielt Bernhard den Auftrag, ein Tochterkloster in Clairvaux zu errichten. Er wurde der erste Abt dieser Niederlassung und gründete von dort aus weitere 68 Klöster. Bernhard war ein begnadeter Prediger und Schriftsteller. Seine Werke zeichnet eine hohe literarische Qualität aus. Die Tradition hat ihn als Doctor mellifluus bezeichnet, als Lehrer, dessen Rede süß wie Honig fließt. Dies bezieht sich nicht nur auf seine sprachliche Begabung, sondern vor allem auf den Inhalt seiner Werke: sie sind ganz auf Gott ausgerichtet. Die wahre Gotteserkenntnis besteht für Bernhard nicht in einer denkerischen Leistung, sondern in der persönlichen Erfahrung der Liebe Christi. Und das Geschöpf vermag mit seiner persönlichen kleinen Liebe dem Schöpfer zu antworten. Sie ist geringer als die göttliche Liebe, und doch ist sie vollkommen, wenn sie ganz geschenkt wird. Maria hat diese Liebe in beispielhafter Weise zum Ausdruck gebracht. Bernhard hat keinen Zweifel daran, daß wir durch Maria zu Jesus geführt werden. Von ihr können wir lernen, Jesus nahe zu sein, und wir dürfen sie bitten, uns auf dem Weg mit Christus zu begleiten.“ (Papst Benedikt XVI. 2009)

Es entspricht Bernhards innerstem Wesen, wenn Jesus selbst sich ihm in liebevoller Umarmung vom Kreuz herab zuneigt.

Bernhard von Clairvaux, Christusminne. Oberschönenfeld.

„In seinem geliebten Sohn hat Gott dich schon vor der Grundlegung der Welt gesucht und geliebt. Der vor dir ist, hat dich mit seiner Güte zuerst gesucht und geliebt. Du würdest ihn weder suchen noch lieben, wenn du nicht schon zuvor gesucht und geliebt worden wärest. Einzig der liebevollen Zuneigung erschließt sich das, nicht dem Verstand; du erfährst es, wenn dein Wille sich von ihm umarmen lässt und du in der Gleichförmigkeit der Liebe mit ihm übereinstimmst.“ (hl. Bernhard)

Siehe auch hier.

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Ein Kommentar zu „Hl. Bernhard von Clairvaux – 20. August

  1. Vergelt’s Gott für diesen Beitrag. Die Gründung von 68 Klöstern hört sich heute, wo rundum die Klosterpforten geschlossen werden, unvorstellbar an.
    „In seinem geliebten Sohn hat Gott dich schon vor der Grundlegung der Welt gesucht und geliebt.“ Das kann tatsächlich kein Mensch mit seinem Verstand ergreifen. Auch die Tatsache, dass Jesus aus Liebe zu mir und zu meiner Rettung und Erlösung so grausame Schmähung und Marter auf sich genommen hat, geht in einen menschlichen Verstand nicht hinein, sondern nur ins Herz. Und die Schmähung hat bis zum heutigen Tag nicht aufgehört. Einfach unfassbar.

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