Die Menschen machen, was Jesus verbietet

Paulus spricht zu uns in der Lesung des 11. Sonntag nach Pfingsten:

Ich weise euch auf das Evangelium hin, das ich euch gepredigt habe, das ihr angenommen habt, in dem ihr auch feststehet. In ihm werdet ihr auch selig, wenn ihr es so festhaltet, wie ich es euch gepredigt habe. Sonst hättet ihr den Glauben vergebens angenommen.“ (1 Kor 15.1f)

Der Evangelist Markus sagt in seinem Evangelium dieses Tages von Jesus, der verbot, von seiner Heilung eines Taubstummen zu erzählen:

Aber je mehr Er es ihnen verbot, desto mehr erzählten sie es.“ (Mark 7,36)

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2 Kommentare zu „Die Menschen machen, was Jesus verbietet

  1. Das ist ein sehr schwieriges Problem. Wie kann man bei solchen Wundern den Mund halten? Die Geheilten haben ja ein neues Leben geschenkt bekommen. Der gesunde Menschenverstand würde das glatt als undankbar einstufen. Jesus übrigens auch. Bei der Heilung der zehn Aussätzigen, die auf dem Weg zu den Priestern rein wurden, gingen neun, wie aufgetragen, zu den Priestern, einer, der Samariter, kehrte um, um sich zu bedanken und Gott zu loben. Jesus stellt die Frage in den Raum, wo die anderen abgeblieben sind und hebt den einen, der eigentlich nicht so getan hat, wie ihm aufgetragen war, besonders hervor.
    Festzuhalten gilt es am Wort Gottes, am Evangelium, an den Geboten, ganz besonders am Gebot „Liebt einander wie ich euch geliebt habe.“ (Das ist Jesus so wichtig, dass er es in seiner Abschiedsrede beim letzten Abendmahl ständig wiederholt.)
    Die werden siegreich sein, die das tun. Und nicht diejenigen, die Neuerungen erfinden. Auch nicht die, die ständig streiten, ob sie nun dem Apollos, dem Petrus, dem Paulus, Papst Franziskus oder Papst Benedikt folgen. Es gibt nur einen, dem wir folgen müssen.
    Das ist jetzt sehr wenig theologisch, aber das ist es, was mir beim Bibelstudium ständig ins Auge springt.

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    1. Es gibt viele menschlichen Probleme. Schweigen gehört dazu. Oder vielmehr: das Reden. Und zwar das Reden über andere, – oder über uns, wenn wir uns rechtfertigen oder gar erheben.
      Natürlich ist es ein menschliches Bedürfnis. Erst recht, wenn wir von Jesus geheilt worden sind … oder? Wie ist das … ? Jesus heilt. In der konkreten Erzählung bei Markus will Christus aber nicht, dass ihn das Volk als einen zeitlichen König begrüßen und feiern sool. Vielmehr gibt er uns ein Vorbild der Bescheidenheit.

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