Warum US-Katholiken für Trump sind

Am kommenden Sonntag gibt es wieder einmal Landtagswahlen in Deutschland. Die Aufregung im ganzen Land ist groß, denn es könnte sein, dass erstmals die AFD stärkste Partei eines Bundeslandes wird. Vor allem die sogenannten deutschen Leitmedien, machen mit linken und grünen Kräften, die zusammen den Mainstream bestimmen, Stimmung gegen Rechts und propagieren für rotrotgrün. Rechts taugt nichts, ist reaktionär und eigentlich sind solche Leute Nazis. Das ist es, was geglaubt werden soll.

Ein Beispiel für dieses schwarzweiß Bild ist die Situation in den USA. Während hier, ja fast in der ganzen Welt, US-Präsident Trump verdammt wird, halten viele in USA größe Stücke auf ihn; etwa die Menschen- und Lebensrechtsbewegungen.

Ob mit solcher Propaganda
in Deutschland
Wahlen gewonnen werden könnten?

oder anders gefragt:

Würden wir unsere Wahlstimme für einen
Kanzlerkandidaten oder für einen Abgeordneten
davon abhängig machen,
ob er / sie das ungeborene Leben schützt und das Lebensende
nicht in die Hände von Familien, Ärzten oder Juristen gibt?

Oder genügt es uns,
dass ein Bundeskanzler das Klima retten will
und der LGBT-Lobby willfährig ist?

Es gibt 21 Menschen, die für die nächste Präsidentschaft kandidieren und nur einer ist dagegen, Babys zu töten.

Rod Dreher über Trump und andere:

Frage:
Stellt die Überzeugung, daß unsere westliche Gesellschaft nachchristlich ist und der Verzicht auf politischen Einfluss nicht eine verfrühte Kapitulation und Aufgabe möglicher Allianzen dar? Geben die jüngsten Wahlerfolge von Politikern mit entschieden christlichen Standpunkten nicht Anlass zur Hoffnung? Ich denke insbesondere an den jungen österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz, der sich gegen Abtreibung und für verfolgte Christen im Nahen Osten einsetzt. Sollten orthodoxe Christen sich nicht Verbündete sichern, wo immer möglich, auch wenn einige von ihnen eine andere Agenda verfolgen? Oder führen diese Allianzen auf den Weg, den das amerikanische Christentum genommen hat und – aus der Sicht vieler Menschen – der Grund dafür ist, daß der Glaube in Amerika ständig beschnitten und verwässert wurde.

Rod Dreher:
Das ist ein sehr guter Punkt. Ich bin beeindruckt von dem, was Viktor Orban in Ungarn geleistet hat, vor allem, wie seine Regierung sich für verfolgte Christen im Ausland eingesetzt hat. Ich bin absolut der Meinung, daß orthodoxe Christen Verbündete finden müssen, wo immer wir können, und daß einige der populistischen politischen Vorstöße in Europa ermutigend sind.

[…] Die Republikanische Partei ist seit 1980 stark von konservativen christlichen Wählern beeinflusst, als Christen – insbesondere weiße Evangelikale und Arbeiterklasse-Katholiken – ein großer Teil der Koalition waren, die Ronald Reagan wählten. In den letzten etwa 30 Jahren glaubten viel zu viele Christen daran, daß, wenn nur mehr Republikaner gewählt würden, sich Amerikas moralische Probleme von selbst erledigen würden.

Christen in den USA haben zu viel Hoffnung in eine politische Lösung gesetzt, in der Erwartung, daß die Erlangung weltlicher Macht der beste Weg sei, um eine christlichere Gesellschaft zu schaffen. Während unsere Wunschkandidaten ihre Ämter errangen, gingen die Kirchen in ihrer Qualität und jetzt auch zahlenmäßig zurück. Die beiden großen politischen Ziele der christlichen Konservativen der letzten Jahrzehnte – das Ende der Abtreibung und der Schutz der traditionellen Familie – sind entweder nicht erreicht worden (im Falle der Abtreibung) oder eine totale Katastrophe, im Falle der Familie.

Doch wir können nicht zulassen, daß der Perfektionismus der Feind des Guten ist. Im Jahr 2016 habe ich bei der Präsidentschaftswahl meine Stimme nicht abgegeben. Ich hätte auf gar keinen Fall für Hillary Clinton gestimmt, die eine Katastrophe für orthodoxe Christen gewesen wäre. Aber Donald Trump war und ist nicht die Art von Politiker, für den ich mit gutem Gewissen stimmen konnte. Deshalb bin ich nicht zur Wahl gegangen. Um es klarzustellen, es war nicht wirklich wichtig. Mein eigener Staat, Louisiana, hat sich wie erwartet fest für Trump entschieden, so daß meine Stimme im US-System nicht von Bedeutung gewesen wäre.

Im Jahr 2020 werde ich aber wohl für Trump stimmen. Ist es, weil ich an ihn glaube? Überhaupt nicht. Es ist, weil die Linke seit 2016 noch extremer geworden ist. Zu sehen, was die Linke – Politiker und Journalisten – dem Kandidat des Obersten Gerichtshofs Brett Kavanaugh angetan hat, hat mich zu Tode erschreckt. Ich habe gesehen, daß sie bereit sind, einen Mann nur aufgrund einer unbewiesenen Anschuldigung zu vernichten. Und dann musste ich mit ansehen, was im Januar dieses Jahres den katholischen Schuljungen mit MAGA-Mützen in Washington das Gleiche passierte.[5] Es ist totalitär. Wenn ich mich zwischen Trump und einer politischen Partei entscheiden muss, die diese Art von Fanatismus unterstützt, dann muß man nicht lang überlegen, oder?

Aus:
„Das progressive Christentum ist das Wohlstandsevangelium der Linken“ – Rod Dreher („The Benedict Option“) im Gespräch.

Quelle ist ein neues, sehr beachtenswertes Magazin: https://reaction-europe.com/

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2 Kommentare zu „Warum US-Katholiken für Trump sind

  1. „Ich denke insbesondere an den jungen österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz, der sich gegen Abtreibung und für verfolgte Christen im Nahen Osten einsetzt.“
    Von diesem Einsatz unseres Ex-Kanzlers haben wir in Österreich leider nicht viel gemerkt. Die neue, „junge“ türkise ÖVP unter Kurz steht voll hinter der Homo-Ehe (man darf ja niemanden diskriminieren). Kurz hat nicht einmal die Parlamentarische Bürgerinitiative #fairändern unterschreiben, die nichts anderes fordert als die vor vierzig Jahren bei der Einführung der Fristenlösung versprochenen Begleitmaßnahmen (offizielle Statistik, Beratung, Nachdenkfrist) und eine Abschaffung der Spätabtreibung bei VERDACHT auf Behinderung (wobei eine Hasenscharte bereits als Behinderung gilt), während der FPÖ-Politiker Norbert Hofer ganz offiziell unterschrieben hat.
    Dem Wähler in Österreich – wie vermutlich in den meisten europäischen Ländern – bleibt nur die Entscheidung zwischen der Pest und der Cholera.

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    1. Na ja, dieser Satz über Kurz ging wahrscheinlich in diese Frage ein, als er sich genauso geäußert hatte. Heute würde das wahrscheinlich schon wieder anders sein. Und das genau ist es ja auch, was viele bei Trump fasziniert. Er setzt auch vieles um und quatscht nicht nur. Er hat viele Entscheidungen FÜR das Leben getroffen.
      Für uns ist es aber wichtig, dass wir uns FÜR das Leben entscheiden, jenes, das wir hier und jetzt vor uns haben: das Ungeborene, das Schwache, Kranke und Sterbende.

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