Bereiten die „Steyler Missionare“ den Weg für die Priesterin?

Die „Stadt Gottes“ ist eine der bekanntesten Missionszeitschriften. Sie wird herausgegeben von den im Volksmund nach ihrem Gründungsort Steyl (Niederlande) genannten „Steyler Missionare“, der vom heiligen Arnold Janssen gegründeten „Gesellschaft des Göttlichen Wortes“. Mit der „Stadt Gottes“ haben die „Steyler Missionare“ eine seit 1878 weit über die Grenzen ihres Wirkungsbereiches reichende katholische Illustrierte publiziert. In ihr fand man Geschichten über das Ordens-, Kirchen- und Weltgeschehen, theologische Beiträge und Reportagen aus den „Steyler Missionsgebieten“. Zusätzlich befand sich in den jeweiligen Ausgaben ein ansehnlicher Unterhaltungsteil für die ganze Familie. Seit der Konzilszeit war die „Stadt Gottes“ stets auch ein Agitationsblatt für die Öffnung der katholischen Kirche an die Welt. Da neben der Bistumszeitung die „Stadt Gottes“ meist als einzige weitere Zeitschrift in sehr vielen katholischen Haushalten präsent war, wurde sie mehr und mehr zum Meinungsmacher und Multiplikator der vermeintlich katholischen Lehre.

In der Januar-Ausgabe, die auch online zu finden ist, liest man nicht nur, dass „Die Frauenkirche“ „ein magischer Ort“ sei. Noch eindringlicher ist der Artikel „Traumberuf: katholische Priesterin“. Darin wird einer jungen studierten Theologin der Boden bereitet, damit sie „bevor sie 40 wird“ ihr Ziel erreichen könnte: katholische Priesterin. Denn sie will nicht, „wie andere Frauen, die in die evangelische Kirche“ übertreten „um Pfarrerin zu werden“, „sondern die Berufung als Priesterin leben.“ Dabei will sie aber nicht „Lückenbüßerin für den zunehmenden Priestermangel“ sein: „Eine Frau sollte katholische Priesterin werden können, weil es gerecht ist und weil es sich so gehört.“

(Stadt Gottes)

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Ein Kommentar zu „Bereiten die „Steyler Missionare“ den Weg für die Priesterin?

  1. Bezeichnenderweise geben auch die Beiträge über die Missionare auf k-tv genau dieses Bild ab. Vermutlich wird bereits für die (bereits feststehenden) Ergebnisse der Amazonassynode der Boden bereitet.

    Vergessen wir nicht: Die nachkonziliaren Kulissen beginnen zu wanken. Das konziliar gesäte Unkraut gedieh hinter diesen schützenden Kulissen: Zölibatswegfall, „Diakoninnen“-Debatte als Durchgangsstation zum Frauen-„Priestertum“, priesterlose Gottesdienste, „ökumenische Bündnisse“, konfessionsübergreifender Religionsunterricht.

    Die Phase der Kulissenabschirmung zur Beruhigung der „Halb-und-Halben“ scheint vorbei, diese sind in der kirchlichen Struktur an den Rand gedrängt.
    Die Saat bedarf ihres Schutzes nicht mehr, alle Strukturen übernommen, die Herrschaft ist bereits konsolidiert.

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