Der Gegenstand der christlichen Abtötung – 1 / 9

Désiré-Félicien-François-Joseph Kardinal Mercier, im weiteren Verlauf einfach: Kardinal Mercier, wurde am 21. November 1851 auf Château du Castegier bei Braine-l’Alleud, Brabant (Belgien) geboren. Er studierte Philosophie und Theologie in Mecheln und Leuven, sowie Psychiatrie in Paris. Am 4. April 1874 wurde er zum Priester geweiht. Mercier war Philosophieprofessor am Priesterseminar in Mecheln. Ab 1882 war er, der sich als Vertreter der Neuscholastik, mit der neuzeitlichen Philosophie und der empirischen Wissenschaft auseinandersetzte, erster Inhaber des neu errichteten thomistischen Lehrstuhls an der Universität Leuven. Am 25. März 1906 empfing Mercier die Bischofsweihe und wurde Erzbischof von Mecheln. Seine Erhebung zum Kardinal erfolgte am 15. April 1907. Im I. Weltkrieg zeigte er sich als mutiger Vertreter seines Volkes gegenüber der deutsche Besatzung. Am 23. Januar 1926 verstarb Kardinal Mercier, der Primas von Belgien, 74-jährig in Brüssel. Seine Grabstätte befindet sich in der St.-Romualds-Kathedrale in Mecheln.


Kardinal Mercier war ein gescheiter und mutiger Hirte und ein Mann der Kirche. Auch für sein belgisches Volk setzte er sich ein, vor allem in der Zeit des 1. Weltkrieges. Zwischen 1921 und 1925 führte er Gespräche mit den Anglikanern „ökumenische“ Gespräche, die als „Mechelner Gespräche“ in die Kirchengeschichte eingegangen sind. Sie Teilnehmer hatten nie die Absicht, eine „gemeinsame Organisation“ [Jörg Ernesti] zu gründen.

Kardinal Mercier auch war ein großer Marienverehrer, ein marianischer Bischof. ER setzte sich für ein „Dogma zur allgemeinen Gnadenmittlerschaft Mariens“ ein. Im Jahre 1921 erlangte er von Papst Benedikt XV. die fakultative Einführung des Offiziums und der Messe von Maria als „Mittlerin aller Gnaden“. (Manfred Hauke)

In einem Hirtenbrief aus dem Jahre 1953 betonte der Bischof von Campos (Brasilien) Antonio de Castro Mayer, die Glaubensstärke und den Mut von Kardinal Mercier. Er stellte fest, dass dieser immer wieder den katholischen Glauben verteidigte und sich den Modernisten und deren heftigen Angriffe mutig entgegenstellte. Er sagte, indem er sowohl Mercier wie Papst Pius X. lobend erwähnt:
„Wir können es beurteilen, wie schmerzvoll dem sanftmütigen Pontifex [Pius X.] die Anwendung solcher Energie [Enzyklika Pascendi gegen den Modernismus] sein musste. Aber seine Zeitgenossen verfehlten nicht, den ausgezeichneten Dienst anzuerkennen, den er so der Kirche leistete. In dieser Hinsicht bestätigte der große Kardinal Mercier, dass wenn zur Zeit Luthers und Calvins die Kirche Päpste gehabt hätte vom Charakter eines Pius X. es zweifelhaft wäre, ob es der protestantischen Häresie gelungen wäre, von der wahren Kirche einen Drittel Europas abzutrennen. Aus all diesen Gründen, vielgeliebte Söhne, seht ihr, wie wichtig es ist, mit größtem Eifer über die Bewahrung der Kinder der Heiligen Kirche in der Fülle des Glaubens und des Glaubensgeistes zu wachen.“

(Wird fortgesetzt)

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