Der Gegenstand der christlichen Abtötung – 2 / 9

Für sein Bistum war es Kardinal Mercier ein großes Anliegen, die überlieferte katholische Lehre weiterzutragen und zu vermitteln. Zuerst unter den Priestern, die ihm in seinem Erzbistum anvertrauet waren, dann den Ordensleuten und allen Gläubigen. Dabei achtete der Erzbischof von Mecheln sehr darauf, die täglich notwendigen religiösen Bedürfnisse seiner Diözesanen aufzunehmen und für ihr größeres geistiges Wohl zu sorgen.

Sein im persönlichen Kontakt mit seinen Gläubigen erfahrener Realitätssinn veranlasste ihn unter anderem, ein paar Seiten über die christliche Abtötung zu schreiben. Jeder Katholik sollte mit der knappen Zusammenfassung dieses großen Themas der Theologie etwas anfangen können.

In einer seiner Arbeiten beschäftigt sich Kardinal Mercier mit dem heute scheinbar unwesentlichen, ja kaum noch vorkommenden Thema der Aszetik. Hierbei geht es um die Lehre des Strebens nach Vollkommenheit. Die Gläubigen sollen durch ein von der göttlichen Gnade bestimmtes Streben ihre ungeordneten Neigungen ablegen und abtöten. Selbst in erlaubten Dingen soll sich der Christ in den Tugenden üben, damit er der christlichen Vollkommenheit immer näher kommen kann.

Der Primas von Belgien verfasste einige wenige Seiten zum Thema der christlichen Abtötung: „Mortifications chrétiennes – Objet de la mortification chrétienne“ (Die christliche Abtötung – Der Gegenstand der christlichen Abtötung).

Kardinal Mercier, der selbst Mitglied des Dritten Ordens des hl. Franziskus war, schöpfte aus dem reichen Schatz der überlieferten Lehre. Dabei bediente er sich nicht nur der alten Tradition der Mönche. Auch neuzeitliche Lehrer des geistlichen Lebens standen ihm zur Seite, wie etwa der hl. Franz von Sales oder die hl. Teresa von Avila.

(Wird fortgesetzt)

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