St. Maria Rosenkranz – 7. Oktober

Der Rosenkranz ist heute so unerlässlich für uns, weil er einfach ein perfekter Weg ist, die Geheimnisse Jesu durch Maria zu durchdringen. Der Rosenkranz ist eine Art „Schnellzugriff“, um in die Geheimnisse unseres Herrn einzutreten. Besonders für die geschäftigen Männer und Frauen unserer Zeit ist der Rosenkranz das einfachste Mittel, über unseren Glauben zu betrachten: vielleicht nicht über jedes Geheimnis, aber sicher über die wesentlichsten Geheimnisse unseres Glaubens, die für unsere Rettung am wichtigsten sind.

Die freudenreichen Geheimnisse – die Ankunft Christi in dieser Welt – machen uns klar, dass das Zentrum der Schöpfung nicht der Mensch ist (im Gegensatz zum modernen Kult des Menschen), nicht das Paradies auf Erden und nicht das kurze Leben jedes Einzelnen, sondern die Gegenwart Christi unseres Herrn mitten unter uns. Die freudenreichen Geheimnisse lenken unsere Augen auf IHN und helfen uns, der Versuchung zu widerstehen, die Lügen und Illusionen der Welt zum Mittelpunkt unseres Lebens zu machen.

Die schmerzhaften Geheimnisse zeigen uns den Weg, wie wir auf Erden leben sollen: „Nehmt täglich euer Kreuz auf euch!“ Es ist das große Gesetz der Liebe, das darin besteht, sich selbst zu vergessen und sich für die Verherrlichung Gottes und die Rettung der Seelen aufzuopfern, indem wir uns mit dem Leiden unseres Herrn identifizieren.

Und die glorreichen Geheimnisse zeigen uns das Ziel unseres Lebens: nicht irdischer Erfolg, sondern die ewige Herrlichkeit, die uns durch die Auferstehung unseres Herrn verdient wurde.

In diesen drei Geheimnissen sind alle Grundlagen unseres geistigen Lebens enthalten: die Basis (Emmanuel – Gott mit uns), der Weg (Via Crucis) und das Ziel (die ewige Glückseligkeit). Auf diese Weise erleuchtet uns der Rosenkranz und befreit uns vor den Gefahren des Lebens, dem trügerischen Pfad in die Verdammnis zu folgen.

Die Päpste haben ihn oft die Waffe der Christenheit genannt. So etwa Papst Pius XI. in seiner Enzyklika Ingravescentibus Malis. Er nennt darin den Rosenkranz die mächtigste Waffe der Kirche, die mächtige Waffe zur Vertreibung teuflischer Mächte, zur Bewahrung eines heiligen Lebens, zur leichteren Erreichung der Tugend und schließlich als friedenstiftendes Mittel unter den Menschen.

Papst Pius XI. schreibt in der besagten Enzyklika weiter:

„Mit dem marianischen Rosenkranz werden wir nicht nur die Gotteshasser und Feinde der Religion niederwerfen, dieses Gebet wird uns auch zu einem Streben nach den Tugenden des Evangeliums anspornen und uns dafür erwärmen. Es wird besonders den katholischen Glauben stärken; denn die Betrachtung der heiligen Geheimnisse erhebt den Geist zu den von Gott geoffenbarten Wahrheiten.“ ­

Militia Immaculatae

„St. Maria-Rosenkranz“ – in der gleichnamigen Kirche St. Maria Rosenkranz zu Mönchengladbach. – Foto: Bernd Limburg

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