Rosenkranz für die Amazonas-Synode – Die Glorreichen Geheimnisse

1 – Jesus, der von den Toten auferstanden ist.

Die ersten Lichtstrahlen des dritten Morgens begannen, den Himmel zu erleuchten; die Soldaten reckten sich noch einmal und stellten fest, dass nichts geschehen war – drei Frauen machten sich auf den Weg zum Grab, um mit den während des Ruhetages bereiteten Salben die Einbalsamierung des Toten zu vollenden; besorgt fragten sie sich: „Wer wird uns den Stein wegwälzen?“ – da geschah das Unverhoffte und Unvorstellbare: Die Erde erbebte – der Stein rollte zur Seite – die Wächter sahen, dass das Grab leer war, und liefen, diese Nachricht den Hohenpriester zu bringen – die Frauen trafen einen weiß gekleideten Mann, der ihnen sagte, ER sei auferstanden, sie sollten die Jünger benachrichtigen; auf dem Weg trafen sie IHN, der sie als Botinnen schickte; Maria Magdalena kam als erste zu den Aposteln und erzählte keuchend, was geschehen war – Petrus und Johannes liefen zum Grab und fanden alles so, wie es die Frauen gesagt hatten …. Es ist viel, was an diesem Morgen und während dieses ersten Tages der Woche geschah, weil ER auferstanden war, weil ER sich zeigte und ihnen bewies, dass ER es wirklich war, weil ER ihnen den Heiligen Geist gab und das Sakrament der Sündenvergebung anvertraute, weil ER das neue Leben lebt, das kein Ende kennt: Weil ER will, dass auch wir dieses neue Leben leben in Heiligkeit und Gerechtigkeit! Denn nur dann werden wir wirkliche Zeugen Seiner Auferstehung sein!

2 – Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist.

Vierzig Tage lang erschien ER ihnen und erklärte ihnen immer wieder den Sinn der Schrift – alles war so geschehen, wie es vorhergesagt war; nichts war außerhalb des Planes Gottes gewesen. „Ihr Männer, die ihr so schwer seid von Begriff! Mußte nicht Christus all dies erleiden, um so in Seine Herrlichkeit einzugehen?“ Sollten wir einen anderen Weg finden können als diesen, den ER gegangen ist und nach dem Willen und Ratschluß des Vaters zu unserer Erlösung gehen musste? Sind wir wirklich bereit, diesen Weg zu bejahen? Sind wir auch bereit, seinen letzten Auftrag wirklich innerlich und äußerlich anzunehmen und zu verwirklichen: „Geht hinaus in alle Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet werden – wer den Glauben verweigert, wird verdammt werden! Taufet alle im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, lehrt sie alles halten, was ICH Euch geboten habe – seht, ICH bin bei Euch alle Tage bis ans Ende der Welt!“ Was zögern wir noch mit unserer Zustimmung? Glauben wir wirklich, dass ER wiederkommen wird, uns nach der Liebe zu richten, die wir lebten und weitergaben, damit sich Sein Reich immer mehr verwirkliche?

3 – Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat.

Mit Sturm und Feuerzungen sandte ER uns vom Vater den Heiligen Geist – die Vertreter der Völker versammelten sich vor dem Haus, in dem die Apostel mit Seiner Mutter versammelt waren diese öffneten nun Fenster und Türen und begannen in der einen Sprache der Liebe und Wahrheit die Verkündigung des Evangeliums. Die Zerstreuung der Völker, Stämme und Sprachen, welche der Hochmut der Menschen, die den Thron Gottes damals erobern wollten mit ihrem Turm von Babel und ihn immer neu errichten wollen, verursacht hatte, wurde umgekehrt: „Wir alle hören sie in unserer Muttersprache die Großtaten Gottes verkünden! … Was sollen wir tun?“ – „Bekehrt Euch, lasst Euch taufen und glaubt an das Evangelium!“ war die Antwort des Petrus von damals und heute – es gibt keine andere Botschaft als diese des Evangeliums, die wirklich erlösende Frohbotschaft für alle ist. Aber wie sollen sie hören, wenn niemand verkündet? Wie sollen sie verkünden, wenn niemand sendet? Wie sollen sie senden, wenn niemand gehen will? – Hier bin ich, Herr, sende mich!

4 – Jesus, der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat.

„Nachdem Du, Maria, Dein Erdenleben beendet hattest, wurde Du mit Leib und Seele in den Himmel erhoben” – wenn schon der Geliebte im Hohenlied (Hhl 2,11 14) zu seiner Geliebten sagte: „Erhebe Dich, meine Geliebte, Du meine Schöne, komm zu mir! Sieh: schon verging der Winter des Leidens! Schau den Regen der Schmerzen: Jetzt ist er für immer vorbei! Laß mich sehen Dein Angesicht, laß mich hören Deine Stimme: Denn Dein Antlitz ist schön, und lieblich ist Deine Stimme!“ – wie konnte Jesus, Dein Sohn und Herr, Dich länger warten lassen, bis ER Dich zu sich erhob und Dich teilhaben ließ an jener Herrlichkeit, die allen bereitet ist, die IHN lieben??!! Leben auch wir diese Liebe in allen Augenblicken unseres irdischen Lebens, damit wir einmal in das ewige eingehen und hören können: „Getreuer Knecht, weil du über Weniges getreu gewesen bist, will ich Dich über vieles setzen! Geh ein in die Freude deines Herrn!“

5 – Jesus, der dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönt hat.

Was dann geschah, als Du, Maria, nach der Aufnahme in den Himmel gekrönt wurdest, schildert vorausschauend der Psalmist (Ps 45 (46), 1516): „Mit goldgewirkten Gewändern bekleidet, wird die Königstochter in den Palast des Königs geführt. Es folgt ihr das Gefolge von Jungfrauen, die mit ihr voll Jubel und Freude in den Königspalast einziehen.“ Unendlich mehr gilt für Dich, was über Dein Vorbild, was über Judit im Alten Testament gesagt wurde (Jt 13, 18+19): „Gesegnet bist Du, Tochter, vom allerhöchsten Gott, mehr als alle Frauen der Erde! Niemals werden die Menschen das Vertrauen auf Dich verlieren, auf immer werden sie sich der Macht Gottes erinnern“. „Du bist der Ruhm Jerusalems! Du bist der Stolz Israels! Du bist die höchste Ehre unseres Geschlechtes!“ (Jt 15,6). Auch für den Seher des Neuen Bundes öffnet sich in der Vision (Apok 12,1) ein Spalt für einen Blick in jene himmlische Herrlichkeit, die Dich, Maria, aufnimmt: „Im Himmel öffnete sich der Tempel des Herrn. Es blitzte und donnerte. Ein herrliches Zeichen erschien am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet. Sie hatte den Mond zu ihren Füßen, und auf dem Kopf trug sie eine Krone von zwölf Sternen.“ – Ja, Maria, Du bist die erste, die Dein Sohn krönte – Du gute Mutter so vieler Kinder, die Dir Jesus anvertraut hat, als ER am Kreuz starb, willst aber nicht die einzige bleiben, sondern uns alle um Dich scharen, die wir uns jetzt noch unter Deinen Schutz und Schirm flüchten; nach diesem Leben wirst Du auch uns im Namen Deines Sohnes und mit mütterlicher Liebe jene Krone der Herrlichkeit überreichen, die allen hinterlegt ist, die IHN lieben!

(Text: Pater Dr. Herbert Douteil /Pater Herbert Douteil CSSp; seit 1979 Missionar in Brasilien in der Prälatur Alto Juruá (jetzt Diözese Cruzeiro do Sul) unter Indios, Gummischneidern und Siedlern; Ausbildung von Katecheten, Auf- und Ausbau des Systems der Gesundheitspflege. 1980–1993 Leiter des Kleinen und Großen Seminars der Spiritaner in Cruzeiro do Sul. 1994-2002 Professor für Philosophie, Anthropologie und Exegese am Großen Seminar der Diözese von Cruzeiro do Sul. Veröffentlichung von Missions- und katechetischen Handbüchern. Seit 2000 tägliche Radiosendungen. Seit 2003 Projekt „Jesuskind von Nazareth“ für behinderte Kinder. 2005-2010 Generalvikar der Diözese Cruzeiro do Sul. – Webseite – https://www.herbertdouteil.de/

Beachten Sie angesichts der „Amazonassynode“
seinen wichtigen Aufsatz:

Das wahre Bild der Kirche im Amazonasgebiet
PDF – amazonas Herbert Douteil FELS

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