Unheilbar krank

Welches ist die richtige Haltung angesichts einer unheilbaren Krankheit?

Wenn die Krankheit unheilbar wird, nützen Worte nicht mehr viel. Wir müssen die Stille wahren und den Leidenden liebevoll pflegen können, um ihm die Nähe, die Wärme und das Mitgefühl Gottes zu überbringen. Es genügt, seine Hand zu halten und sich schweigend anzuschauen. Die Zärtlichkeit eines Blickes kann den Trost und den Halt Gottes bringen. Vor einem Kranken, der leidet, muss man nicht sprechen. Man muss still mitfühlen, lieben und beten, mit der Gewissheit, dass die einzige Sprache, die zur Liebe passt, das Gebet und die Stille ist.

Der Kranke wird durch seinen eigenen Zustand in die Stille eingeführt. Er ist im Geheimnis der Stille Gottes weiter fortgeschritten als der Gesunde. Der leidende Mensch ist ohne Worte in der frohen Erwartung des Herrn. Aber in seinem Herzen schlagen die Hoffnung und die Hingabe, die ihn in Gott eintauchen.

Die Krankheit ist eine Teilnahme an der ewigen Stille.

Kardinal Sarah in Kraft der Stille (347-349)

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