Die 7 Bußpsalmen

Psalm 6

+ Herr! Straf mich nicht in deinem Grimme
und züchtige mich nicht in deinem Zorne. +
Erbarme dich meiner, o Herr!
denn ich bin schwach; heile mich, o Herr!
denn meine Gebeine beben und meine Seele ist sehr bestürzt;
du aber, o Herr! wie lange noch? +
Wende dich, Herr! und rette meine Seele,
hilf mir um deiner Barmherzigkeit willen. +
Denn niemand ist, der im Tode deiner gedenkt,
im Totenreiche aber, wer wird da dich preisen? +
Ich mühe mich ab in meinem Seufzen,
benetze jede Nacht mein Bett und bade mein Lager mit meinen Tränen. +
Vor Gram ist mein Auge dunkel geworden,
ich bin gealtert, umringt von meinen Feinden allen. +
Weichet von mir alle, die ihr Frevel übt,
denn der Herr hat das Rufen meines Weinens erhört! +
Der Herr hat mein Flehen erhört,
der Herr hat mein Gebet angenommen. +
Es sollen beschämt werden und heftig erschrecken alle meine Feinde,
sie sollen zurückweichen und plötzlich beschämt werden. +

Die 7 Bußpsalmen als PDF
zum Ausdruck als Flyer:

7Busspsalmen

+

 

2 Kommentare zu „Die 7 Bußpsalmen

  1. „Indem ich einst die Lieder studierte, welche David nach jener häßlichen Katastrophe gedichtet hatte, war mir sehr auffallend, daß er das in ihm wohnende Böse schon in dem Stoff, woraus er geworden war, erblickte, daß er aber entsündigt sein wollte und daß er auf das dringendste um ein reines Herz flehte.
    Wie nun aber dazu zu gelangen? Die Antwort aus den symbolischen Büchern wußte ich wohl: es war mir auch eine Bibelwahrheit, daß das Blut Jesu Christi uns von allen Sünden reinige. Nun aber bemerkte ich erst, daß ich diesen so oft wiederholten Spruch noch nie verstanden hatte. Die Fragen: Was heißt das? Wie soll das zugehen? arbeiteten Tag und Nacht in mir sich durch. Endlich glaubte ich bei einem Schimmer zu sehen, daß das, was ich suchte, in der Menschwerdung des ewigen Worts, durch das alles und auch wir erschaffen sind, zu suchen sei. Daß der Uranfängliche sich in die Tiefen, in denen wir stecken, die er durchschaut und umfaßt, einstmal als Bewohner begeben habe, durch unser Verhältnis von Stufe zu Stufe, von der Empfängnis und Geburt bis zu dem Grabe, durchgegangen sei, daß er durch diesen sonderbaren Umweg wieder zu den lichten Höhen aufgestiegen, wo wir auch wohnen sollten, um glücklich zu sein: das ward mir, wie in einer dämmernden Ferne, offenbart…“ (Goethe)

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s