Aufzählung der Tatsachen

§ 1. Mit Ausnahme der besten katholischen Blogger, die unverzüglich in Bild und Wort berichtet haben, herrschte tagelang ein großes Schweigen unter den Oberhirten und in der Medienlandschaft darüber, daß Papst Franziskus in den Vatikanischen Gärten, in seinen Amtsräumen, Kirchen und Synodalen Versammlungen genüßlich lächelnd der Verehrung der PACHAMAMA mit wohlwollender Toleranz zugeschaut hat. Das hölzerne Götzenbild der Erdgöttin, die in Südamerika landauf, landab bekannt ist, wurde in Anwesenheit des Papstes und hoher Prälaten in Prozession herumgetragen. Auf Anfrage ahnungsloser Europäer wurde aber die gebührende Auskunft über die Identität der Holzfigur zunächst einmal verweigert.

§ 2. Alsdann passierte die zweite Entgleisung des Papstes: Wie ein Gottesgericht aus heiterem Himmel, ein beherzigter junger Mann und seine Helfershelfer waren nicht mehr willens, dem Treiben mutlos weiter zuzusehen. Auf leisen Füßen, unter dem Schutz der Morgendämmerung entfernten sie das Sakrileg aus der Kirche und warfen es dorthin, wo es hingehört, nämlich in den reißenden Tiber. Vorsorglich hielten sie die Wohltat für die breite Weltöffentlichkeit auch filmisch fest. Bergoglio entschuldigte sich für das Malheur im nachhinein bei den Falschen, nämlich bei Pachamama’s beleidigten Verehrern.

§ 3. Wenn das noch nicht genug wäre, setzte der Papst in seiner Eigenschaft als gestandener Befreiungstheologe noch ein drittes Ungemach darauf. Kurze Zeit später, in akutem Erklärungsnotstand berief er sich auf die Areopagrede des hl. Paulus und interpretierte die Pachamama-Verehrung als „Inkulturation“. Am 6. November in der 34. Generalaudienz mißbrauchte Bergoglio diese berühmte Rede, eine der schönsten Stellen der Apostelgeschichte, als Vorwand für seine platten Inkulturationshypo­thesen. Denn dem hl. Paulus auf dem Areopag ging es keine Sekunde lang um die „Inkulturation“ (Verkleidung) des wahren christlichen Glaubens in die verlotterten Trachten der heidnischen Vorstellungswelt. Mit missionari­schem Mut und Klugheit, Höflichkeit und rhetorischem Geschick lud er die perplexen Griechen ein, um den einen, wahren Gott zu proklamieren, der in Athen freilich ganz und gar unbekannt war. Die evidente Absicht und Konsequenz der Paulinischen Mission war – wie es aus der Areopagrede klar hervorgeht, – die Konversion samt dem zugehörigen Lebenswandel seiner Zuhörerschaft zur Annahme der Botschaft Jesu Christi und Verdrängung der zahlreichen heidnischen Götzen.

Aus der Apostelgeschichte (Kapitel 17):
Paulus in Athen in der Schilderung nach Lukas

16 Während Paulus auf [auf seine Begleiter] in Athen wartete, ward er innerlich tief erregt, als er die Stadt voller Götzenbilder sah. 17 Er hielt Ansprachen in der Synagoge an die Juden und Gottesfürchtigen, aber auch täglich auf dem Markte an jene, die er dort antraf. 18 Dabei gerieten einige epikureische und stoische Philosophen mit ihm in Streit. Einige meinten: „Was will dieser Schwätzer?“ Andere: „Er scheint ein Verkünder fremder Götter zu sein„, weil er Jesus und die Auferstehung verkündete.

19 Sie nahmen ihn nun, führten ihn auf den Areopag und fragten: „Dürfen wir erfahren, was das für eine neue Lehre ist, die du verkündest? 20 Du gibst uns ja seltsame Dinge zu hören. Darum möchten wir gerne wissen, was es damit auf sich hat.“ 21 Alle Athener und die dort ansässigen Fremden hatten ja für nichts mehr Zeit als Neuig­keiten zu erzählen oder zu hören.

22 So trat denn Paulus in die Mitte des Areopags und sprach: „Ihr Männer von Athen, ich finde, daß ihr in jeder Hinsicht sehr religiös seid; 23 denn als ich umherging und eure Heiligtümer betrachtete, fand ich auch einen Altar mit der Inschrift: Dem unbekannten Gott. Was ihr da verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch.

24 Der Gott, der die Welt und alles in ihr geschaffen hat, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand erbaut sind; 25 auch läßt er sich nicht von Menschenhand bedienen, als ob er etwas bedürfe, gibt er doch selber allem Leben, Odem und alles andere. 26 Er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht hervorgehen lassen, daß es wohne auf der ganzen Erde, und hat bestimmte Zeiten und die Grenzen für ihre Wohnsitze festgesetzt. 27 Sie sollten Gott suchen, ob sie ihn fühlen und finden könnten, ist er doch nicht fern von einem jeden von uns. 28 Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. So haben ja auch einige von euern Dichtern gesagt: Wir sind von seinem Geschlechte.

29 Sind wir also von Gottes Geschlecht, so dürfen wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich dem Gold, Silber oder Stein, einem Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung.

30 Nun hat Gott über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen; jetzt aber läßt er den Menschen kundtun, daß überall alle sich bekehren sollen. 31 Denn er hat einen Tag bestimmt, an dem er die Welt in Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den er dazu bestellt und durch die Auferstehung von den Toten bei allen beglaubigt hat.“

32 Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten einige, andere sagten: „Darüber wollen wir dich ein anderes mal fragen.“ 33 So ging Paulus aus ihrer Mitte hinweg. 34 Einige aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig; unter ihnen Dionysius, Mitglied des Areopags, eine Frau mit Namen Damaris und noch einige andere.

Quelle katholisches.infoWas ist das – die Inkulturation nach Jesuitenart?

+