Ehre der Immaculata! – Sühnetag am 7. Dezember 2019

Herz-Mariä-Sühnesamstag

Habe Mitleid mit dem Herzen deiner heiligsten Mutter!

Die heiligste Jungfrau erschien ihr und an ihrer Seite war auf einer hellen Wolke das Jesuskind. Die heiligste Jungfrau legte ihre Hand auf Lucias Schulter und als sie dies tat, offenbarte sie ein Herz von Dornen umringt, das sie in ihrer anderen Hand hielt. Gleichzeitig sagte das Kind: „Habe Mitleid mit dem Herzen deiner heiligsten Mutter, das mit Dornen bedeckt ist, mit welchen undankbare Menschen es jeden Moment verletzen; und es gibt niemanden, der Akte der Wiedergutmachung vollbringt, um sie zu entfernen.“ Die heiligste Jungfrau sagte: „Siehe, meine Tochter, mein Herz, umringt von Dornen mit welchen undankbare Menschen mich jeden Moment durch ihre Gotteslästerungen und Undankbarkeit verletzen. Versuche wenigstens du mich zu trösten und verkünde in meinem Namen, dass ich all denen in der Todesstunde mit allen heilsnotwendigen Gnaden beizustehen verspreche, die zur Wiedergutmachung an fünf aufeinander folgenden Monaten am ersten Samstag beichten, die heilige Kommunion empfangen, den Rosenkranz beten und mir während 15 Minuten Beistand leisten, indem sie über die 15 Geheimnisse des Rosenkranzes betrachten.
(P. Stehlin, Fatima – Leitstern für die letzten Zeiten)

Die Bitte des Jesuskindes Mitleid mit dem Herzen unserer heiligsten Mutter zu haben, muss uns bewegen. Kommen wir dieser Bitte durch die gewünschten Akte der Wiedergutmachung nach. Wie wohlgefällig Gott diese Andacht ist, können wir an der großen Belohnung erkennen, die damit verbunden ist: keine geringere als das ewige Heil, der Himmel! Entscheidend bei der Praxis des Sühnesamstags ist die Intention, dass wir alles im Geiste der Sühne und als Wiedergutmachung für die Beleidigungen des unbefleckten Herzens tun.

Wo aber die Sünde zugenommen hat, wurde die Gnade überschwänglich“ (Röm 5,20-21).

Das mit der Sühneandacht verbundene Versprechen ist eine solche überschwängliche Gnade Gottes für die heutige Zeit, in der es wegen des zunehmenden Einflusses der Sünden immer schwieriger wird, seine Seele zu retten. Machen wir davon Gebrauch und bemühen wir uns darum, dass auch unsere Mitmenschen davon wissen und profitieren können.

(Pater Karl Stehlin)

MILITIA IMMACULATAE

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Liebe der Tat

(Samstag in der ersten Adventswoche)

Es ist viel, dass Gott die undankbare Welt geliebt hat. Wenn er sie aber so sehr geliebt hat, dass er seinen eingeborenen Sohn für sie dahingab, dann ist das nur die Wirkung einer ganz göttlichen Güte, die keine erschaffene Vernunft zu fassen imstande ist.

Die Liebe Gottes zu Dir, meine Seele, besteht nicht in bloßen Worten, sie ist eine wirksame Liebe, eine Liebe der Tat. In ihrer unendlichen Vollkommenheit geht sie so weit, dass sie das Kostbarste hergibt, den einzig geliebten Sohn, der dem Vater in allem gleich ist, Gott wie er.

Ewiger Vater, ich danke Dir und werde Dir alle Tage meines Lebens in demütigster Ergebung danken, weil Du aus Liebe zu uns Deinen eingeborenen Sohn dahingegeben hast, ihn in die Welt sandtest, von der Du wusstest, dass sie ihn verkennen, verachten und misshandeln werde! O Herr, lass mich nicht dieser unglückseligen Welt anhangen. Sie ist so taub gegen Deine göttliche Güte! Nimm das Verlangen eines armen Geschöpfes gnädig auf, das Dich so lieben möchte, wie Du es geliebt hast! Du hast an mich Dein Kostbarstes verschwendet. Ich will Dir wenigstens das darbringen, was mir das Liebste ist, mein eigenes Herz. Es ist das Einigste, was ich habe. Ich opfere es Dir ganz und ohne Vorbehalt. Dulde in meinem Herzen keine Neigung, die nicht zuletzt für Dich ist!

(aus: Ludwig de Ponte. Meditationen zum Kirchenjahr)

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