Über die Reue

Die vollkommene Reue ist ein Schmerz und Abscheu über die Sünden aus Liebe zu Gott, nämlich deswegen, weil Gott, das höchste, liebenswürdigste Gut, beleidigt worden ist. Die vollkommene Reue tilgt sofort die Sünden und versöhnt den Menschen mit Gott, auch außerhalb des Bußsakramentes, jedoch nicht ohne den in der vollkommenen Reue enthaltenen Vorsatz, zu beichten.

„Die unvollkommene Reue ist ein übernatürlicher Schmerz und Abscheu über die Sünden, der gewöhnlich aus der Betrachtung der Schändlichkeit der Sünde oder aus der Furcht vor der Hölle und anderen Strafen hervorgeht.“ (Katechismus von Pietro Kardinal Gasparri)

Das Konzil von Trient empfiehlt:
Der Christ sollte es sich zur Gewohnheit machen, den Akt der vollkommenen Reue oft zu erwecken. Vor allem dann, wenn er das Unglück hatte, eine Todsünde zu begehen. Dann soll er diese sogleich durch eine vollkommene Reue tilgen und nicht zu lange mit der Beichte warten. Auf diese Weise bleibt kein gutes Werk, das er verrichtet, ohne Frucht für die Ewigkeit, und er braucht vor einem plötzlichen Tod nicht zu erschrecken. Gar manche erlangen das ewige Heil nur, weil sie in vollkommener Reue aus diesem Leben scheiden, nämlich jene, die zu einer Zeit sterben, wo sie die Sakramente nicht empfangen können.

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Jesus, mein Gott,
über alles liebe ich Dich!
Jesus. Dir lebe ich.
Jesus. Dir sterbe ich.
Jesus. Dein bin ich
im Leben und im Tode. Amen.

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