Gregor der Große – sein Eifer in Reformierung von Klerus und Volk – 12. März

Brennenden Eifer entwickelte der Papst in Reformierung von Klerus und Volk. Infolge der verheerenden Völkerwanderungen und der Glaubens-Streitigkeiten war ein arger Verfall des religiösen und sittlichen Lebens eingetreten. Soll eine wirkliche Reform zustande kommen, ist ein pflichttreuer und sittenreiner Klerus erste Bedingung. Denn „der Ruin des Volkes“, betont Gregor, „rührt von den schlechten Dienern des Heiligtums her.“ Daher war es des Papstes unablässiges Bemühen, durch Verordnungen wie durch belehrende Schriften seeleneifrige Bischöfe, fromme Priester und musterhafte Ordensleute heranzubilden. Er entsetzte die Kleriker, welche sich durch Kauf (Simonie) in den Besitz kirchlicher Würden gesetzt hatten oder durch unsittliches Leben den Gläubigen zum Ärgernis gereichten. Weil würdige Feier des Gottesdienstes ein vorzügliches Mittel ist, die Religion und Sittlichkeit des Volkes zu fördern, so ordnete er das Missale (Messbuch) und veranstaltete eine Neuausgabe desselben, auch stellte er das Buch (Rituale) zusammen, welches die Gebete und Zeremonien bei Spendung der Sakramente enthält. Sodann regelte er den Kirchgesang (Choral), welcher nach ihm der gregorianische genannt wird, und dichtete selbst mehrere kirchliche Hymnen. Er richtete eine Sängerschule ein und bestimmte für sie hinreichende Einkünfte. Schon als Mönch und Abt hatte er die Knaben im Gesang unterrichtet.

Das christliche Leben suchte der seeleneifrige Papst zu heben durch zahlreiche belehrende und ermunternde Predigten, die er an die Gläubigen richtete, wie durch salbungsvolle Schriften, die er der Nachwelt hinterließ. Durch sein Beispiel bekräftigte er die Vorschriften, die er diesbezüglich dem Klerus gab, so daß dieser umso bereitwilliger sich dem religiösen Unterricht des Volkes widmete.

(Quelle)

oder aktuell dies?

+