Heiliger Antonius – „malleus hereticorum, Hammer der Ketzer“ – 13. Juni

Der hl. Antonius von Padua wurde 1195 in Lissabon geboren, er starb am 13.06.1231 in Arcella bei Padua.

Der 13. Juni ist das Fest des heiligen Antonius von Padua, Schutzpatron der verlorenen Gegenstände, der Armen und der Reisenden. Die katholische Kirche schreibt diesem Heiligen aus dem 13. Jahrhundert viele Wunder zu, von denen eines die Anwesenheit der Eucharistie einem Ketzer bewies.

Der heilige Antonius kämpfte und lehrte gegen Häresien, einschließlich der Ketzerei der Katharer, die die wahre Gegenwart Jesu in der Eucharistie leugnete. Man nennt den Heiligen auch malleus hereticourm, Hammer der Ketzer.

Toulouse, Italien, war der zentrale Punkt dieser Häresie, und der heilige Antonius nahm an mehreren öffentlichen Debatten gegen sie teil. Während einer Debatte stellte ein Mann namens Bononillo den Glauben des heiligen Antonius an die eucharistische Präsenz in Frage.

Während Antonius mit einem starrköpfigen Häretiker Bononillo über das rettende Sakrament der Eucharistie diskutierte, fordert er Antonius heraus, die echte Anwesenheit Christus in der geweihten Hostie mit einem Wunder zu beweisen.

Würde es Antonius gelingen, dass jener sich zum wahren, katholischen Glauben bekehrt?

Dann erklärte Bononillo seinen Plan:

Er würde sein Lasttier für drei Tage einsperren und es hungern lassen. Dann würde er es in Gegenwart der Leute herausholen und ihm Hafer zeigen. Antonius solle ihm ebenfalls mit der Hostie gegenübertreten. Wenn das ausgehungerte Tier den Hafer meiden und sich anschickt, seinem Gott zu huldigen, dann würde der Häretiker an die Botschaft der Kirche glauben.

Am dritten Tag feierte der heilige Antonius die Heilige Messe auf dem öffentlichen Platz der Stadt. Nach der Messe ging Bononillo dem heiligen Antonius voran und bot ihm sein vermeintliches Maultierfutter an.

Antonius zeigte also dem Esel die Hostie und sprach:

„Mit der Kraft und im Namen des Schöpfers, den ich, der ich seiner unwürdig bin, wahrlich in Händen halte, sage ich dir, o Tier, und befehle ich dir, dich ihm umgehend mit Bescheidenheit zu nähern und ihm die gebotene Verehrung zu Teil werden zu lassen!“

Und so geschah es:

Das Tier lässt das Futter liegen, neigt den Kopf bis zu den Hufen hinunter, nähert sich dem Heiligen und kniet vor dem Sakrament des Leibes Christi nieder.

Als Bononillo dies sah, verneigte er sich und kniete sich vor die Eucharistie. Viele andere Ketzer bekehrten sich an diesem Tag.

Eselwunder des hl. Antonius von Padua, Kapuzinerkloster Meran (Südtirol). © Kapuzinerprovinz Österreich-Südtirol

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