Das Konzil öffnete die Fenster

Charles de Gaulle, Präsident von Frankreich von 1959 bis 1969:

„Johannes XXIII. öffnete die Schleusen und konnte sie nicht wieder schließen.
Es war, als wäre ein Damm gebrochen.
Johannes XXIII. wurde von dem, was er auslöste, überwältigt“
(siehe Alain Peyrefitte, C’était de Gaulle, Paris 1997, Bd. 2, S. 19).

Die Rede vom „Öffnen der Fenster“ vor und während des Konzils war eine irreführende Illusion und ein Grund zur Verwirrung.

Durch diese Worte bekamen die Menschen den Eindruck, dass der Geist einer ungläubigen und materialistischen Welt, der zu dieser Zeit deutlich zu erkennen war, einige positive Werte für das christliche Leben vermitteln könnte. Stattdessen hätten die Autoritäten der Kirche in jenen Zeiten ausdrücklich die wahre Bedeutung der Worte „Öffnen der Fenster“ erklären müssen, die darin besteht, das Leben der Kirche zu öffnen für die frische Luft der Schönheit der göttlichen Wahrheit, für die Schätze der immerfrischen Heiligkeit, für das übernatürliche Licht des Heiligen Geistes und der Heiligen, für eine Liturgie, die mit einem immer übernatürlicheren, heiligeren und ehrfürchtigeren Sinn gefeiert und gelebt wird. Im Laufe der Zeit, während der nachkonziliaren Ära, gab das teilweise geöffnete Schleusentor einer katastrophalen Flut Platz, die enorme Schäden in Lehre, Moral und Liturgie verursachte. Heute erreicht das eingedrungene Hochwasser gefährliche Werte. Wir erleben jetzt den Höhepunkt der Flutkatastrophe.

Heutzutage wurde der Schleier gelüftet und der Modernismus hat sein wahres Gesicht offenbart, das darin besteht, Christus zu verraten und ein Freund der Welt zu werden, indem man sich ihre Denkweise aneignet. Sobald die Krise in der Kirche vorbei ist, wird das Lehramt der Kirche die Aufgabe haben, alle negativen Phänomene zurückzuweisen, die in den letzten Jahrzehnten im Leben der Kirche aufgetreten sind. Und die Kirche wird dies tun, weil sie göttlich ist. Sie wird es genau tun und alle Irrtümer korrigieren, die sich angesammelt haben, beginnend mit einigen mehrdeutigen Ausdrücken in den Konzilstexten.

Der Modernismus ist wie ein verborgenes Virus, das teilweise in einigen Aussagen des Konzils verborgen ist, und das sich jetzt manifestiert hat. Nach der Krise, nach der schweren geistigen Virusinfektion, werden die Klarheit und Genauigkeit der Lehre, die Heiligkeit der Liturgie und die Heiligkeit des Priesterlebens heller leuchten.

Weihbischof Athanasius Schneider

Quelle katholisches.info

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