Von Erzbischof zu Erzbischof

Am gerade vorübergegangenen 6. Juli waren es 535 Jahre, dass im Jahr 1535 der großen heiligen Engländer Thomas Morus mit einem Beil hingerichtet wurden ist. Er hat nichts anderes getan, als in schwieriger Zeit der Lehre der Kirche treu zu bleiben.

Wer heute der Lehre der Kirche treu bleiben will wird zumindest in den westlichen Ländern nicht mit dem Tode bedroht. Doch Anfeindungen und Ausgrenzung sind schon längst eine beliebte und gerne angewendete Methode geworden. Auch von Seiten der Kirchenleitung.

In dieser Woche wurde ein Briefwechsel von zwei Erzbischöfen bekannt, der in Rom veröffentlicht worden ist. Erzbischof Carlo Maria Viganò schrieb an Erzbischof Luigi Negri:

(Auszüge)

„Die gegenwärtige Zeit, besonders für diejenigen mit einem übernatürlichen Blick, bringt uns zurück zu den grundlegenden Dingen des Lebens, zur Einfachheit des Guten und zum Schrecken des Bösen, zur Notwendigkeit, die Einheit zu wählen, in der wir unsere kleinen und großen täglichen Kämpfe fechten. Es gibt jene, die darin eine Banalisierung sehen, als ob die Klarheit des Evangeliums jetzt nicht mehr in der Lage wäre, einer komplexen und artikulierten Menschheit erschöpfende Antworten zu geben. Während einige unserer Mitbrüder im Bischofsamt fast besessen von der Inklusion und der Green Theology sind und die Neue Weltordnung und ein gemeinsames Haus für die abrahamitischen Religionen erhoffen, macht sich im Volk und unter den Priestern die Überzeugung breit, daß ihre Hirten – zum Glück nicht alle – ihnen genau im Moment der epochalen Konfrontation fern sind.“

[…]

„Es ist wahr, Exzellenz: Die Zeit zerrinnt uns zwischen den Fingern, und damit zerfallen die Sandburgen der fast initiatischen Rhetorik jener, die in der vergänglichen Natur und Zerbrechlichkeit ihren Erfolg aufbauen wollten. Es gibt etwas Unerbittliches in dem, was heute geschieht: Die vergänglichen Trugbilder, die die ewigen Wahrheiten ersetzen sollten, erscheinen uns im harten Licht der Wirklichkeit in ihrer Künstlichkeit und ihrem Elend, in ihrer ontologischen und unentrinnbaren Falschheit.“

[…]

„Wie viele törichte Worte wurden uns gesagt, wie viele nutzlose Palliative wurden uns vorgesetzt, weil man dachte, daß das ewige Wort des Vaters unzureichend sei, daß es zu aktualisieren sei, um es für die tauben Ohren der Welt attraktiver zu machen! Dabei hätte es gereicht, uns dieses Wort zu eigen zu machen. Selbst wenn wir uns bisher vom Lärm des Jahrhunderts verwirren haben lassen, können wir uns jetzt mit kindlichem Vertrauen hingeben und uns führen lassen, weil wir die Stimme des göttlichen Hirten erkennen und Ihm folgen, wohin Er uns führen will. Auch wenn andere, die auch sprechen sollten, schweigen.“

Quelle: katholisches.info

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