Der Papst im Koma

„Auf der virtuellen Bühne überschlugen sich dabei kurzfristig die Ereignisse. Der Papst sei in ein Koma gefallen, hieß es da. Es seien schon keine Hirnströme zu messen,[…]“

„Was ist der Mensch?“ fragte der wortgewaltige alte polnische Poet an seinem letzten Ostersonntag noch einmal mit all seinen Fasern, als er in seinem Fenster hoch über dem Petersplatz in Rom hilflos nach Luft schnappte und keinen einzigen Ton mehr über die Lippen bekam. […]

Er wollte sprechen, aber es ging nicht mehr. Er wollte noch ein letztes Mal etwas anderes ausdrücken, aber bekam doch nur noch dies eine heraus: Seht her, das ist der Mensch! Ecce Homo!

„In der Periode der Bilderstürme hat die Kirche für die Ikone gekämpft. In unseren wirren Zeiten aber kommt es der Ikone zu, für die Kirche zu kämpfen.“ Als er garnicht mehr sprechen und schreiben konnte, verwandelte er sich deshalb vollends in ein Bild. Am Schluss hat er die postmoderne Welt nur noch mit uralten Zeichen aufgewühlt, mit seinen segnenden Händen, seinem Umgreifen des Kreuzes am Karfreitag, seinem leidenden Blick.

Paul Badde
Johannes Paul II.: Eine Passion
FE-Medienverlag 2020
ISBN: 978-3863572648
208 Seiten; 14,80 Euro

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