Hl. Ludwig IX. – König, Kreuzfahrer, Büßer – 25. August

Ludwig IX. von Frankreich (1214–1270) war der Sohn von Ludwig VIII. von Frankreich und Blanka von Kastilien. Seine Kindheit war ein Spiegelbild von Ehrlichkeit und Weisheit. Sein Vater, der mit dem Eifer für die Religion auch ritterlichen Mut vereinte, wurde mit dem Übernamen „der Löwe“ geehrt. Er war in besonderer Weise um die Erziehung seines Sohnes bemüht und gab ihm exzellente Lehrer und Erzieher zur Seite.

Seine Mutter, Blanka von Kastilien scheute keine Mühe, ihn zu einem Gott wohlgefälligen Leben und zu einem weisen König zu erziehen. Überliefert ist ihr Satz: „Mein Sohn, ich wünschte Dich lieber im Grab, als mit einer einzigen Todsünde befleckt.“ Gegen Ende ihres Lebens, zog sich Blanka in die von ihr gegründete Zisterzienserinnenabtei von Maubuisson zurück, wo sie bis zu ihrem Tod 1252 ein Leben des Gebets und der Buße führte.

Durch den frühzeitigen Tod des Vaters, der im Alter von 40 Jahren in Montpellier auf dem Rückweg vom Kreuzzug gegen die häretischen Albigenser starb, bestieg der junge Heilige den Thron im Alter von 12 Jahren. Am 30. November 1226 wurde er in Reims zum König gesalbt und gekrönt. Die Regentschaft führte seine Mutter.

Am 27. Mai 1235 heiratete er Margarete von der Provence (1221–1295). Aus dieser Ehe gingen elf Kinder hervor, sechs Söhne und fünf Töchter. Margarete begleitete ihren jungen Mann auf seine erste Afrika-Expedition, den nach deutscher Zählweise Sechsten Kreuzzug. Nach dem Tod ihres Mannes zog sich die Königin 1270 in ein Klarissenkloster ihrer heimatlichen Provence zurück, wo sie am 20. Dezember 1295 im Ruf der Heiligkeit starb. Sie wurde bekannt als „Mutter der Armen“. So kam es, dass ihr Leichenzug zur Abtei Daint Denis, der Grablege der Könige, wo sie an der Seite ihres Mannes beigesetzt wurde, von einer großen Menge von Bettlern und Armen begleitet wurde.

Der heilige Ludwig IX. legte besonderen Wert auf Ehrlichkeit in der Verwaltung des Staates und der Anwendung der Gesetze. Den von ihm ernannten Richtern und Amtsträgern verbot er den Erwerb von Staatsbesitz und die Anstellung von Kindern und engen Verwandten. Der König schuf einen neuen Gerichtshof von ihm ausgewählten Richtern, deren Aufgabe darin bestand, Urteile der ordentlichen Gerichtsbarkeit zu überprüfen, um Unrecht zu vermeiden. Sollte ein Irrtum oder ein Mißbrauch geschehen, legte er sich zunächst selbst als oberstem Richter des Reiches eine Buße auf und bestrafte dann die Schuldigen. Er zwang sie, denen Schadenersatz zu leisten, die zu Unrecht verurteilt worden waren.

Der König bemühte sich nicht nur darum, moralische Zerrüttung zu beheben, sondern auch die Häresie auszumerzen und den Glauben zu verteidigen. Ludwig war ein großer Freund und Förderer der jungen Orden der Dominikaner und der Franziskaner, die er für ein Instrument der Vorsehung betrachtete, um die Seele der Menschen vor dem Glaubensabfall zu retten. Er selbst schloß sich als Tertiar dem Franziskanerorden an. Im Verborgenen ohne nach außen Sichtbarkeit zu zeigen, trug er unter den Königsgewändern bis zu seinem Tod die grobe Kutte des Heiligen Franz von Assisi.

Der König erwarb von Kaiser Balduin II. von Konstantinopel die Reliquie der Dornenkrone. Daraufhin ließ er in zu ihrer würdige Aufbewahrung die Sainte Chapelle errichten.

Ludwig IX. begleitete zwei Kreuzzüge; beim 7. Kreuzzug wurde der König selbst zum Opfer. Seine sterblichen Überreste wurden von Sizilien nach Frankreich gebracht und dort von seinem Sohn Philipp III. in Empfang genommen. Sein Herz blieb auf Sizilien und wurde im Normannendom von Monreale bei Palermo beigesetzt.

1297 wurde Ludwig IX. von Papst Bonifaz VIII. heiliggesprochen.

König Ludwig IX. strebte eine Verbindung von Herrschergewalt und Heiligkeit an. Papst Leo XIII. sagte einmal dazu, daß damals „die Philosophie des Evangeliums die Staaten regierte“.

The moon over the Apotheosis of St. Louis statue of King Louis IX of France, namesake of St. Louis, Missouri in Forest Park, St. Louis, Missouri.

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