Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Vor kurzem notierte der Provinzial der deutschen Karmelitenprovinz (OCarm):

„Die Zeit, in der wir leben, ist für die Ordensgemeinschaften in unserem Land – auch für uns Karmeliten – keine gute.

Junge Menschen, die sich für den Karmel interessieren, gibt es kaum noch und Neueintritte fehlen inzwischen ganz.

Das kann schnell dazu führen, zu resignieren und in Trauer und Lethargie zu verfallen.

Doch ein Blick in die Ordensgeschichte zeigt, dass es im Laufe der Jahrhunderte im Karmelitenorden immer ein Auf und Ab gegeben hat.

Schauen wir zum Beispiel auf die Jahre nach der Säkularisation. Unsere Klöster waren aufgelöst und es existierte einzig unser Kloster in Straubing. Zuletzt gab es dort nur noch einen Karmeliten, Petrus Heitzer, der unermüdlich die Wiederherstellung des Klosterlebens in Straubing betrieb.

Im Jahr 1841, fast vier Jahrzehnte nach der Säkularisation, wurde sie Realität und es durften neue Brüder aufgenommen werden. Was dann geschah, kann man nur als Wunder bezeichnen. Schon bald gingen Brüder aus Straubing in die USA und begründeten dort die Präsenz des Karmelitenordens. Auch in Deutschland wurden neue Klöster gegründet. Es folgten dann Klostergründungen in Brasilien, später in Indien. Die Niederländische Provinz gründete Mitte des letzten Jahrhunderts die Niederdeutsche Provinz, die wiederum Klöster in Kamerun eröffnete.

Dieser Blick in die Geschichte lässt mich hoffen, dass sich das Blatt auch wieder wenden kann und der Karmel in Deutschland eine Zukunft hat.

Bis dahin sollten wir nicht vergessen, um gute Ordensberufungen zu beten.“

(Peter Schröder O.Carm., Provinzial)

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