Der Priester betritt die Opferstätte

Die Seele gewappnet mit dem Helm der schützenden und wehrenden Gnade, gekleidet in das Gewand der heiligmachenden Gnade, umgürtet mit Kampfbereitschaft gegen die sinnlichen Triebe, erfüllt mit frohem Leidensmut, sehnend ausschauend nach der verheißene Unsterblichkeit, bereit, uns mit Christus zum Opfer zu machen, finden wir uns vor dem Altar zum heiligen Opfer ein.

Es ist gut, unseren Platz möglichst nahe dem Altar zu wählen, jedenfalls aber so, daß wir der heiligen Handlung genau folgen können. …

Der Priester tritt an den Altar, entblößt das Haupt und macht eine tiefe Verneigung. Sie ist ein Zeichen der Ehrfurcht vor Christus, dessen Sinnbild der Altar ist, dessen Opferplatte, …, die Zeichen seiner heiligen fünf Wunden trägt.

Wird auf dem Altar das Allerheiligste Sakrament aufbewahrt, ist also Christus nicht bloß im Symbol, sondern wahrhaft, wirklich und wesentlich zugegen, so macht der Priester statt der Verneigung die Kniebeugung.

Wunderschön hat der heilige Petrus die Gesinnungen ausgedrückt, in denen wir vor dem Altare erscheinen sollen:

»Nahet euch ihm, dem lebendigen Steine, der zwar von den Menschen verworfen, von Gott aber auserwählt zu Ehren gebracht worden ist, und bauet euch selbst als lebendige Steine auf ihn zum geistigen Hause, zum heiligen Priestertum, um geistige Opfer darzubringen, welche Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus« (1. Petr. 2,4,5.)

(Joseph Minichthaler)

Stufengebet

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