Rosenkranzfest – 7. Oktober

Am heutigen
ROSENKRANZFEST

sei hier auf den Blog
BRUNONIS

verwiesen,
wo seit geraumer Zeit

die Geschichte
der Entstehung des Rosenkranzes
dokumentiert wird.

Ausschnitt:

Das heutige Rosenkranz-Gebet

Es gibt heute verschiedene Arten, den Rosenkranz zu beten. Sie lassen sich in zwei Gruppen einteilen. Unverkennbar dürfen wir von einer »romanischen Weise« sprechen und von einer »germanischen Weise«.

Nach der »romanischen Weise« wird zuerst ein »Gloria Patri« gesprochen, nach dem man sogleich das »Gesetz« (oder auch »Mysterium« genannt) angibt, das bei den folgenden mündlichen Gebeten zu betrachten ist. Diese Gebete, nämlich ein »Paternoster« und zehn »Ave«, werden durchgehend, ohne Unterbrechung gebetet. Hierauf beginnt man das folgende »Mysterium« des Lebens Jesu mit dem »Gloria Patri« und einer neuen »Zehnergruppe«. So folgen aufeinander fünf »Mysterien«, die einen »Rosenkranz« bilden. Insgesamt ist das Leben Jesu auf dreimal fünf Mysterien aufgeteilt (auf den »freudenreichen«, den »schmerzhaften« und den »glorreichen« Rosenkranz), zusammen der »Marianische Psalter« genannt. Nach Papst Johannes Paul II. wurde dem „Marianischen Psalter“ noch der „Barmherzigkeits-Rosenkranz“ beigefügt.

Weithin ist es Brauch, als Abschluß das »Salve Regina» zu singen oder zu beten; dies geht auf alte dominikanische Tradition zurück.

Die »germanische Weise« unterscheidet sich hiervon durch ein Doppeltes:

1. Sie wiederholt bei jedem »Ave« das betreffende Rosenkranz-»Gesetz« (oder »Mysterium«) und zwar so, daß es in der Mitte des »Ave« an die Worte » … deines Leibes Jesus« angeschlossen wird, dann fährt man in dem heutigen »Ave« fort mit »Heilige Maria, Mutter Gottes …« (das »Gesetz« wird also nicht nach dem »Gloria Patri« genannt; hinter dem »Gloria« beginnt sogleich das »Pater noster«).

2. Zuvor wird das »Apostolische Glaubensbekenntnis« gebetet, ein »Gloria Patri«, dann eine Dreier-Gruppe aus einem »Pater noster« und drei »Ave«, bei denen um die drei »göttlichen Tugenden« gebetet wird und zwar bei dem ersten um den Glauben, beim zweiten um die Hoffnung und beim dritten um die Liebe. Diese Einleitung des Rosenkranzes wird in Deutschland von den Gläubigen als zum Rosenkranz gehörend empfunden; in ihr dürfte sich der rudimentäre Glaubensunterricht des Mittelalters erhalten haben.

(Später wird deutlich:) – In der »germanischen« wie in der »romanischen Weise« des heutigen Rosenkranzes haben sich jeweils verschiedene Einzelheiten des ursprünglichen Rosenkranzes erhalten. Die Unterschiede erklären sich durch die unterschiedliche christliche Durchdringung der Kultur im romanischen und im germanischen Bereich des 15. Jahrhunderts.

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