Christenverfolgung durch die Linken

Ein Priester, der die Verfolgung der Christen in der Sowjetunion (UdSSR) überlebt hat, berichtet über seine Inhaftierung:

Ich werde Gott nicht für die Jahre, die ich in absoluter Isolation verbracht habe, dankbar sein. Ich war drei Jahre lang in zehn Metern Tiefe unter der Erdoberfläche. Ich habe nie ein Wort gehört, nie ein Wort gesagt. Es gab keine Bücher. Die äußeren Stimmen, alle zum Schweigen gebracht. Die Wächter trugen Gummisohlen an den Schuhen, man konnte ihr Kommen nicht hören.

Als die Zeit vorüber ging, schwiegen alle inneren Stimmen. Sie gaben uns Drogen [psychotrope Drogen], wir wurden geschlagen.

Ich habe alles über Theologie vergessen. Ich habe die ganze Bibel vergessen. Eines Tages bemerkte ich, dass ich das „Vater unseren“ vergessen hatte. Ich konnte mich nicht mehr erinnern. Ich wusste, dass es mit „Vater unser“ anfängt, aber ich wusste nicht mehr, wie es weiterging.

Ich habe meinen Optimismus behalten und zu Gott gesagt: „Vater unser, ich habe das Gebet vergessen, aber du weißt es sicherlich. Bitte setze einen Engel ein, der es statt meiner für mich bete. Ich werde schweigen.“

Für eine Weile war mein Gebet „Jesus, ich liebe dich“. Dann wieder „Jesus, ich liebe dich“. Später fiel es mir schwer, sogar das zu sagen, – weil sie uns ein Stück Brot gegeben haben, – für eine Woche. Es tut mir leid.

Es wurde geschlagen und ich litt. Es fehleten Licht und andere Dinge. Es war jetzt unmöglich, meinen Verstand zu sammeln, um sagen zu können: „Jesus, ich liebe dich“.

Die höchste Gebetsform, die ich kenne, ist der ruhige Herzschlag. Er liebt Gott. Jesus muss nur auf „tik-a-tok“, „tik-a-tok“ hören und er wird wissen, dass jeder Herzschlag ihm gewidmet ist.

(Quelle facebook, dort der Hinweis auf das „Protaton Magazin“ Jan.-Februar 1991, S. 27. Ein Bericht über die Bedingungen der Inhaftierung christlicher Gefangener in sowjetischen Lagern und Gefängnissen. Es wird auf weitere Quellen verwiesen.)

+